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Lautstärkenskala - Interessantes und Wissenswertes zum Thema Lautstärken

Welche Geräusche haben wie viel Dezibel und welchen Einfluss haben diese auf unsere Gesundheit?
Unser Gehör wird täglich mit unzähligen Geräuschen konfrontiert: dem Ticken der Armbanduhr, mit vorbeifahrenden Autos, dem Läuten eines Telefons…
All diese „Krachmacher“ treten in unterschiedlichen Lautstärken auf und wirken sich so nicht nur unterschiedlich auf unser Ohr, sondern auch auf unseren Organismus aus. Lärm kann unseren Körper negativ beeinflussen – die gesundheitlichen Folgen reichen von Schlafstörungen, Stress-Reaktionen und Hörschäden bis hin zum Herzinfarkt. Deshalb ist es wichtig sich diesen Geräuschquellen bewusst zu werden und zu lernen, wie man sich ihnen gegebenenfalls entziehen kann.

Schall und Gehör

Erzeugt ein Objekt einen Klang wird die Luft im Umfeld verdrängt und der Luftdruck minimal verändert, dadurch entstehen Wellen. Diese Wellen übertragen Schall und werden daher Schallwellen genannt.
Dringt eine Schallwelle in das Ohr werden deren Vibrationen durch das Trommelfell und die Gehörknochen im Mittelohr verstärkt. Diese Verstärkung setzt im Innenohr winzige Haarzellen in Bewegung. Diese verwandeln die Vibrationen in Nervenimpulse um, welche wiederum an das Gehirn weitergegeben werden. Das Hirn interpretiert diese Impulse als Ton.
Jener Schalldruckpegel, der von unseren Ohren wahrgenommen wird, wird in Dezibel gemessen. 0 Dezibel entsprechen dem schwächsten Ton, den das menschliche Gehör wahrnehmen kann. Eine Steigung des Schallpegels um 10 Dezibel wird etwa als doppelte Lautstärke wahrgenommen.

Dauerbeschallung schädigt das Gehör

Egal wodurch Geräusche entstehen - Musik vom MP3-Player, in der Disco oder Lärm am Arbeitsplatz - Dauerbeschallung kann das Gehör schädigen. Daher ist es besonders wichtig, seinen Ohren zwischendurch eine Pause zu gönnen. Werden die Ohren nämlich ständig mit lauten Geräuschen konfrontiert, können sich die sogenannten Stereozilien nicht erholen. Das sind ganz feine Härchen auf den Haarzellen und befinden sich im Innenohr. Sind sie überlastet, funktioniert die Durchblutung nicht mehr richtig und die Zilien sterben aufgrund des Energiemangel ab. Sind die Stereozilien erst einmal verloren, können sie auch mit einer Operation nicht mehr hergestellt werden. Der dadurch entstandene Hörverlust ist also nicht mehr heilbar.

Lärm als Krankmacher

In unserer heutigen Gesellschaft ist es gar nicht so einfach, einer Dauerbeschallung zu entkommen. Auch nachts werden wir mit Geräuschen konfrontiert. Beim Schlafen gönnen wir unserem Körper und unseren Augen eine Auszeit, doch die Ohren ruhen selbst in der Nacht nicht. Sie dienen uns Menschen als Alarmsystem, um bei Gefahr aufzuwachen. Schon bei Geräuschen ab 50 Dezibel, lassen uns aus dem Schlaf erwachen. Also schon ein normales Gespräch kann uns den Schlaf rauben.
Werden unsere Ohren also jede Nacht von Straßenlärm oder durch das Schnarchen unseres Partners beschallt, ist der Körper ständig auf Alarm und Flucht eingestellt. Auch wenn Sie glauben, dass Sie sich an den Lärm gewöhnen, unser Körper reagiert trotzdem auf die Geräusche. Über einen langen Zeitraum kann diese Dauerbelastung zu chronischen Krankheiten führen. Schwächung des Immunsystems, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Allergien können die Folge sein.

Lärmempfindlichkeit

Kommt es zu einer Überforderung des Innenohrs, so kann es sein, dass das Ohr eine Überempfindlichkeit gegenüber von Lautstärke entwickelt. Dieses Symptom wird als Hyperacusis bezeichnet. Die Empfindlichkeit kann sowohl gegenüber Lautstärke im Generellen, aber auch gegenüber einzelnen Tönen (zum Beispiel sehr hohen Tönen) bestehen. Diese beiden Fälle können auch gleichzeitig auftreten.
Genauso wie Druck im Ohr kann die Hyperacusis am Anfang einer Innenohrüberforderung erscheinen oder kontinuierlich oder in Schüben bei einer fortschreitenden Innenohrüberforderung. Durch die Hyperacusis will uns das Ohr dazu bringen Lautstärke zu vermeiden.

Wie kann ich Lautstärke schätzen?

Mit einem Schallpegelmesser können Sie Lautstärken ganz genau messen. Sie können allerdings auch ohne Messgerät den Schallpegel in einem Raum ungefähr abschätzen. Stehen Sie und eine zweite Person etwa einen Meter auseinander, können Sie sich an folgenden Werten orientieren:
  • Bis 70 Dezibel ist eine Unterhaltung in normaler Lautstärke möglich.
  • Können Sie sich nur mit erhobener Stimme verständigen, beträgt der Schallpegel im Raum etwa 80 Dezibel.
  • Bei 90 Dezibel tun Sie sich auch mit Rufen schwer, ihrem Gegenüber etwas mitzuteilen.
  • Ist der Schallpegel im Raum etwa 100 Dezibel, können Sie sich nur mit größtem Stimmaufwand verständigen.
  • Ab 105 Dezibel ist keine Verständigung mehr möglich.

Lautstärkenskala

Bei einer Dauerbeschallung ab 60 Dezibel können Schlafstörungen und Stress-Symptome auftreten.

  • 60 dB – Nähmaschine
  • 60 dB – Fernseher auf Zimmerlautstärke
  • 70 dB – Schreien, Rasenmäher
  • 60-80 dB – PKW (10m Entfernung)
  • 80 dB - Telefonläuten

Ab einem Schalldruckpegel von 85 Dezibel kann es bei langfristiger Einwirkung zu Gehörschäden kommen.

  • 90 dB – Lastwagen
  • 100 dB - Drucklufthammer/Diskothek
  • 110 dB - Discomusik, Symphoniekonzert, Motorsäge, Autohupe
  • 110-140 dB - Düsenflugzeug (100m Entfernung)

Wir haben einige Geräusche aufgelistet, die uns täglich im Alltag begegnen.

  • 10 dB - Blätterrauschen, ruhiges Atmen
  • 20 dB - Ticken einer Armbanduhr
  • 30 dB – Flüstern
  • 50 dB - Regen, Kühlschrankgeräusche
  • 55 dB - Normales Gespräch

Schon bei kurzfristiger Einwirkung von 120 Dezibel aufs menschliche Ohr kann es zu einem Gehörschaden kommen.

  • 120 dB - Kettensäge, Presslufthammer, Gewitterdonner
  • 130 dB - Autorennen

Die Schmerzschwelle des menschlichen Ohrs liegt bei 134 Dezibel. Ab dieser Lautstärke hält sich der Mensch automatisch die Ohren zu.

  • 140 dB - Gewehrschuss (1m Entfernung)
  • 150 dB - Düsenflugzeug (in 30m Entfernung)
Ab 150 Dezibel treten schon innerhalb von Sekunden irreparable Schäden des Gehörs auf.

Unsere Ohren müssen täglich also eine Menge Lärm aushalten. Da sie aber sehr sensibel sind, ist es wichtig ihnen auch mal Ruhe zu gönnen, damit es nicht zu bleibenden Schäden kommt. Lässt sich es doch nicht vermeiden, dass es ab und zu lauter wird, dann vergessen Sie nicht auf geeigneten Lärmschutz, wie die Hansaplast Lärmstop Ohrstöpsel. So können Sie auch ein Rockkonzert genießen, ohne sich Sorgen um Ihr Gehör zu machen!
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