Typische Verletzungen der Bänder
Im Bewegungsapparat sind Bänder (Ligamente) faserartige, meist wenig dehnbare Gewebestrukturen, die bewegliche Teile des Knochenskeletts verbinden. Ihre Funktion besteht darin, die Beweglichkeit der Gelenke zu steuern. Sie sind zum Beispiel dafür zuständig, dass sich unsere Ellenbogen nur in die eine und nicht die andere Richtung beugen, und koordinieren die komplexen Bewegungsabläufe, die die Voraussetzung für sportliche Aktivität sind. Auch der Bewegungsradius eines Gelenks wird von ihnen bestimmt. Und: Bänder sind höchst anfällig für Verletzungen.
Bänder bestehen aus kompakten Kollagenstrukturen, die ihnen ihre Spannung und Kraft verleihen. Eine weitere Funktion der Bänder ist, die Gelenke zu führen und uns wissen zu lassen, in welcher Position unsere Gelenke sich befinden, ohne dass wir darauf achten.
Wie entstehen Bänderverletzungen?
Meist werden Bänder infolge größerer Krafteinwirkung verletzt. In einem Kontaktsport wie Fußball passiert das leicht, wenn zwei gegnerische Spieler aufeinanderprallen, oder wenn ein Spieler mit einem Fuß im Rasen hängen bleibt, daraufhin strauchelt und mit seinem ganzen Körpergewicht überdreht. Diese Krafteinwirkung kann zu einer Überdehnung der Bänder, einer Verstauchung, oder gar zu einem Bänderriss führen.
In körperbetonteren Sportarten ist der Kreuzbandriss eine häufige Bänderverletzung – genauso wie die Verletzung der Sprunggelenksbänder.