Ein Skifahrer hat Knieschmerzen
Knieschmerzen Ade!
Entdecken Sie unsere Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Schmerzen nach dem Skifahren.
Im Winter verleiten die verschneiten Berge und die schönen Pisten zum Skifahren. Aber wer kennt das nicht? Schon nach dem ersten Tag treten Muskelkater, Knieschmerzen und anderen Beschwerden auf. Damit der Wintersport auch wirklich Spaß macht, zeigen wir Ihnen im Folgenden effektive Tipps, wie Sie Skiverletzungen vorbeugen und selbst behandeln können.

Die häufigsten Skiverletzungen im Überblick

Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Verletzungen im alpinen Wintersport. Nicht nur Extremsportler sind betroffen, auch Hobbyskifahrer und Skianfänger gehören dazu. Doch was sind die Körperregionen, die auf der Piste der größten Verletzungsgefahr ausgesetzt sind? Diese Statistik verrät es Ihnen:

Statistik von verletzten Körperregionen alpiner Skifahrer.

Laut der statistische Auswertungsstelle für Ski-Unfälle (ASU) steigt das Verletzungsrisiko von alpinen Skifahrern leicht an. Während die Anzahl der stationär behandelten Skifahrer sinkt, wächst der Anteil der Knieverletzungen auf 32,4 Prozent an. Das macht über ein Drittel aller Verletzungen beim Skisport aus. Damit sind Knieverletzungen die häufigste Körperverletzung beim Skifahren.

Bei Frauen betrifft jede zweite Verletzung beim Skifahren das Knie. Zu den zweithäufigsten verletzten Körperregionen bei männlichen Skifahrern zählt die Schulter mit 22,8 Prozent. Auch der Rumpf ist eine Stelle, an der sich viele Wintersportler verletzen. 8,7 Prozent der Skifahrer erleiden Verletzungen in diesem Bereich.


Zudem treten auch weitere Verletzungen auf, die oft mit Knieschmerzen verbunden sind.

Dazu zählen der Riss des vorderen Kreuzbandes, des medialen Innenbands, sowie des Miniskus. Diese Kombination wird auch als “unglückliche Triade” bezeichnet und gehört zu den typischen Skiverletzungen. Nach den Knieverletzungen sind auch der Kopf, die Schulter sowie die Hüfte und der Oberschenkel einem erhöhtem Verletzungsrisiko ausgesetzt.


Allgemein führen modernere Schutzausrüstungen, bessere Behandlungen und sicherere Pisten zu einer Senkung der Verletzungsgefahr beim Wintersport. Eine gute Vorbereitung, kann das Risiko von Stürtzen und Unfällen minimieren.

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Knieschmerzen richtig behandeln

Knieverletzungen selber behandeln

Wenn Sie nach einem langen Tag auf der Piste plötzlich Schmerzen im Knie spüren, können Sie zunächst selber dagegen vorgehen. Entlasten Sie Ihr Knie und legen Sie Ihr Bein zwischenzeitlich ab.

Bei akuten Schwellungen und Verletzungen können Sie Ihre Knieschmerzen durch Kühlen behandeln. Am besten eignen sich hierfür Eisbeutel oder Kühlkompressen. Das lindert Schmerzen und verbessert die Durchblutung der Muskulatur. Denken Sie daran, Kühlbeutel nie direkt auf Ihre Haut zu legen.

Eine Person die das verletzte Knie kühlt.
Gezielte Wärmetherapien lindern Knieschmerzen.

Auch Wärmepflaster ermöglichen eine wirksame und gezielte Schmerzlinderung. Sie können einfach aufgetragen werden, bieten Bewegungsfreiheit und langanhaltende Wärme. Grundsätzlich fördert Wärme die Durchblutung und den Stoffwechsel, während Kälte diese Prozesse reduziert. Abhängig von der Ursache der Knieschmerzen, kann beides den Heilprozess positiv beeinflussen.


Falls sich während dem Skifahren schmerzen auf der Fußsohle oder Wade bemerkbar machen, fehlt Ihnen vielleicht der richtige Skischuh. Wenn der Schuh nicht exakt passt, können schnell Druckstellen entstehen. Auch wenn der Skischuh gut sitzt, können Blasen auftreten. Hierfür empfehlen wir SOS Blasenpflaster. Diese lindern den Schmerz und verrutschen nicht.


Bei starken Knieschmerzen, langanhaltendem Schmerzempfinden oder immer wieder auftretenden Beschwerden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Auch Knieschmerzen die nach einem Sturz oder einem Sprung auftreten, müssen von einem Mediziner untersucht werden.

Knieverletzungen vorbeugen

Ein häufiger Grund für Verletzungen im Kniebereich ist eine fehlende körperliche Vorbereitung. Der Körper muss fit fürs Skifahren sein und auf die bevorstehende Anstrengung gerüstet sein. Natürlich ist auch eine mangelnde Fahrroutine oft der Grund für Stürze und anschließende Verletzungen. Viele Verletzungen können durch eine gute Vorbereitung verhindert werden.

Eine Gruppe von Skifahrer die Dehnübungen machen.
Das Aufwärmtraining senkt das Verletzungsrisiko.

Bevor Sie überhaupt auf der Piste fahren, können Sie Ihren Körper durch Skigymnastik auf die bevorstehende Anstrengung vorbereiten. Sie können damit ein paar Wochen vor dem Skiurlaub beginnen. Natürlich wäre es ideal, das ganze Jahr in Bewegung zu sein.


Zudem werden beim Skifahren die Beine oft stark belastet. Die seitliche Rotation führt während dem Skifahren zu einem großen Druck auf die Menisken und zu einem starken Zug der Bänder. Die Folge: Schmerzen und Verletzungen. Kommt es dann zu einer Fehlhaltung beim Skifahren, können die Schmerzen noch verstärkt werden. In diesen Fällen können Sie das Kniegelenk mit einer Kniebandage schützen. Eine Bandage entlastet und stabilisiert Ihre Knie während der Abfahrt und lindert Ihre Schmerzen. Auch wenn Sie bereits vor dem Skifahren an Knieschmerzen leiden, sind Bandagen eine gute Stütze für Ihr Knie.


Ihren Körper auf die bevorstehende Abfahrt vorzubereiten, ist wesentlich zur Vorbeugung von Knieverletzungen. Hier kommt das Aufwärmen ins Spiel. Das sorgt dafür, dass Ihr Kreislauf wieder in Schwung gerät, Ihre Muskeln warm werden und Ihre Gelenke mit Nährstoffen versorgt werden.

Das Aufwärmtraining können Sie in Gruppen oder alleine machen. Durch gezieltes Aufwärmen wird das Verletzungsrisiko auf den Pisten deutlich reduziert. Rund 10 Minuten sollten Sie dem Aufwärmprozess widmen, um Ihren Körper auf die kommenden Anstrengungen vorzubereiten.

Richtiges Aufwärmen

  1. Beginnen Sie das Aufwärmen durch schnelles Laufen. Einfach auf der Stelle so schnell es geht laufen. Halten Sie sich dabei gut an den Skistöcken fest.

  2. Danach schnallen Sie Ihre Ski an und schwingen Ihre Beine vor und zurück. Heben Sie dann die Ski abwechselnd nach oben. Danach ist Ihr Körper bereit für Dehnübungen.

  3. Nun stellen Sie sich mit Ihren Skiern schulterbreit hin und stützen sich auf Ihre Stöcke. Heben Sie ein Bein und setzen das Skiende auf den Boden, sodass Ihr Bein gestreckt ist. Beugen Sie sich ein wenig nach vorne, damit Sie ein leichtes Ziehen auf der Rückseite des Beins spüren. Bein wechseln!

  4. Dasselbe Bein strecken Sie nun mit der Skispitze am Boden nach hinten. Mit angewinkeltem Knie, bewegen Sie die Hüfte nach vorne, bis Sie ein leichtes Ziehen im Oberschenkel spüren. Führen Sie dieselbe Übung mit dem anderen Bein durch.

  5. Zuletzt machen Sie einen seitlichen Ausfallschritt und beugen das Bein, während das andere gestreckt bleibt. Nun sollten Sie eine Dehnung auf der Beininnenseite spüren.

Neben den Knieschmerzen verbinden wir auch Abschiedsschmerzen mit dem Skiurlaub. Es heißt Abschied nehmen von dem köstlichen Essen und den wunderschönen weißen Gipfeln. Und dann dauert es noch so lange bis die nächste Skisaison wieder anfängt, wenn man nicht gerade in der Nähe eines Skigebiets wohnt.

Dafür sind Sie auf den nächsten Skiurlaub bestens vorbereitet. Legen Sie sich eine gute Ausrüstung zu, die nicht drückt und auf die neuesten Sicherheitsstandards angepasst ist. Verzichten Sie nicht auf Sportgymnastik und auf ein ausgedehntes Aufwärmtraining. Schützen Sie Ihr Knie mit Bandagen und verbringen Sie einen schmerzfreien Skiurlaub!

Erfahren Sie außerdem in unserem Artikel, wie Sie sich für den Skiurlaub fit machen.

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