Jemand, der sich ein Pflaster aufs Knie klebt

So erkennen Sie, ob eine Wunde infiziert ist oder heilt: Anzeichen und Symptome

7 Minuten Lesezeit
Mehr anzeigen

Zuletzt überprüft: Juni 2026

Schnittwunden und kleinere Verletzungen gehören zum Alltag und beginnen in der Regel schon kurz nach der Verletzung zu heilen, da der Körper die Haut wiederherstellt1. Dieser natürliche Prozess ist zwar wirksam, kann aber gestört werden, wenn Bakterien in die Wunde gelangen, was zu einer Infektion/Eiter in der Wunde oder einer verlangsamten Heilung führen kann2.

Wenn Sie den Unterschied zwischen normaler Wundheilung und Anzeichen einer Infektion kennen, können Sie besser erkennen, wann einfache Pflege ausreicht und wann eine Wunde genauer beobachtet werden muss. Die richtige Wundversorgung, einschließlich der Reinigung und Abdeckung der Wunde, hilft, das Risiko von Komplikationen zu verringern, und sorgt für ein stabileres Heilungsumfeld. Die Wundversorgungsprodukte von Hansaplast sollen dazu beitragen, kleinere Wunden während der Heilung sauber, abgedeckt und geschützt zu halten.

Was führt dazu, dass sich eine Wunde infiziert?

Schematische Darstellung eines Hautschnitts
Durch eine Verletzung der Haut können Bakterien eindringen.

Eine Wunde infiziert sich, wenn Bakterien in die verletzte Haut eindringen und sich im darunterliegenden Gewebe vermehren3. Das kann bei jeder Wunde vorkommen, auch bei Schnittwunden, Risswunden und Operationswunden, vor allem, wenn sie Schmutz oder Reibung ausgesetzt sind oder nicht richtig gereinigt und verbunden wurden. Eine Infektion kann etwa 2 bis 3 Tage nach der Verletzung oder zu jedem Zeitpunkt auftreten, solange die Wunde noch heilt, auch wenn sie zunächst harmlos aussieht1. Die richtige Reinigung und der richtige Schutz können dazu beitragen, das Infektionsrisiko während der Heilung zu verringern.

Zu den häufigsten Infektionsquellen gehören:

  • Bakterien auf der Haut oder auf Oberflächen in der Umgebung.
  • Schmutz oder Fremdkörper, die in die Wunde gelangen.
  • Kontakt mit unsauberen Gegenständen oder Umgebungen.
  • Berühren und Kratzen der Wunde.
  • Kontakt mit Speichel oder Körperflüssigkeiten bei Bissen.  
  • Verspätete Reinigung oder Abdeckung der Wunde4.

Wie sieht eine infizierte Wunde aus? Anzeichen einer infizierten Wunde

Leichte Rötungen, Schwellungen oder ein Wärmegefühl können kurz nach einer Verletzung ganz normal sein, da der Körper dann mit dem Heilungsprozess beginnt. Wenn diese Symptome jedoch mehrere Tage lang anhalten oder sich verschlimmern, könnte das eher auf eine infizierte Wunde als auf einen normalen Heilungsprozess hindeuten. Ein wichtiges Anzeichen für eine Infektion ist, dass sich die Symptome mit der Zeit nicht allmählich bessern5.

Häufige Wunden, die sich entzünden können:

  • Schnittwunden und Risswunden.
  • Kratzer und Schürfwunden.
  • Verbrennungen.
  • Tierbisse oder Bisse von Menschen.
  • Operationswunden.

Lokale Anzeichen rund um die Wunde und Eiter bei Wunden

Lokale Anzeichen einer Infektion treten direkt im Bereich der Wunde auf und sind oft die ersten Hinweise darauf, dass eine Wunde möglicherweise nicht wie erwartet heilt:

  • Rötungen, die sich über den ursprünglichen Wundbereich hinaus ausbreiten.
  • Eine Schwellung, die sich nicht bessert oder mit der Zeit schlimmer wird.
  • Haut, die sich warm oder heiß anfühlt.  
  • Zunehmende Schmerzen oder Druckempfindlichkeit statt einer allmählichen Besserung.
  • Austritt gelben oder grünen Eiters aus der Wunde.
  • Unangenehmer Geruch aus der Wunde. 
  • Eingeschränkte Bewegungsfreiheit oder Schwierigkeiten beim Bewegen des betroffenen Körperteils5.

Allgemeine Anzeichen einer Infektion

In manchen Fällen kann der Körper umfassendere Anzeichen dafür zeigen, dass die Infektion nicht nur den Wundbereich betrifft. Möglicherweise fallen Ihnen auch die folgenden allgemeinen Anzeichen einer Infektion auf:

  • Fieber oder Schüttelfrost, was auf eine stärkere Immunreaktion hindeuten kann.
  • Sie fühlen sich müde oder allgemein unwohl.
  • Rote Streifen, die sich vom Wundbereich aus ausbreiten. 
  • In manchen Fällen allgemeine Gliederschmerzen oder grippeähnliche Symptome5.
Ein wichtiger Anhaltspunkt ist der zeitliche Verlauf: Während leichte Rötungen oder Schwellungen zu Beginn häufig vorkommen, können Symptome, die nach einigen Tagen noch anhalten oder sich verschlimmern, eher auf eine Infektion als auf einen normalen Heilungsprozess hindeuten.
Sollten sich die Symptome verschlimmern oder im Laufe der Zeit nicht bessern, sollte die Wunde beobachtet und bei Bedarf von medizinischem Fachpersonal untersucht werden.

Was erhöht das Risiko einer Wundinfektion?

Schematische Darstellung einer infizierten Wunde
Wunden, die Bakterien und Fremdkörpern ausgesetzt sind, können anfälliger für Infektionen sein

Manche Wunden neigen eher zu Infektionen, je nachdem, wie sie entstanden sind und wie sie versorgt werden1. Wenn Sie sich einige der folgenden Faktoren vor Augen führen, können Sie besser verstehen, warum eine Wund vielleicht nicht so gut heilt, wie erwartet:

  • Tiefe oder große Schnittwunden.  
  • Verschmutzte oder verunreinigte Wunden.  
  • Tierbisse oder Bisse von Menschen.  
  • Fremdkörper in der Wunde.  
  • Verzögerte Reinigung oder Abdeckung.  
  • Ein geschwächtes Immunsystem.  
  • Wiederaufbrechen oder Reizung der Wunde.

Wie sieht eine normale Wundheilung aus?

Eine heilende Wunde durchläuft einen natürlichen Heilungsprozess, während sich die Haut nach einer Verletzung wieder erholt. In der Anfangsphase ist es ganz normal, dass sich das Aussehen und das Gefühl der Wunde verändern, da der Körper die Durchblutung erhöht und mit dem Wiederaufbau der Haut beginnt6. Diese anfänglichen Veränderungen bessern sich in der Regel in den ersten Tagen allmählich, anstatt sich zu verschlimmern.

Normale Anzeichen einer frühen Heilung

In den ersten Tagen nach einer Verletzung reagiert der Körper, indem er den betroffenen Bereich schützt und den Heilungsprozess in Gang setzt.  

  • Leichte Rötung kurz nach der Verletzung.
  • Leichte Schwellung in den ersten 1–3 Tagen.
  • Wärme im Bereich der Wunde.
  • Allmähliche Bildung neuer Haut oder von neuem Gewebe.
  • Schmerzen, die mit der Zeit langsam nachlassen6.
Bei einer normalen Wundheilung treten zunächst Rötungen, Schwellungen und eine erhöhte Wärme auf, die sich allmählich zurückbilden, während sich neue Haut bildet und die Wunde sich zu schließen beginnt.

So können Sie mit der Hansaplast-Wundversorgung das Infektionsrisiko senken

Gute Wundversorgung hilft dabei, die Stelle sauber, abgedeckt und geschützt vor äußerem Schmutz und Bakterien zu halten, und unterstützt so die Haut beim Heilungsprozess. Wenn Sie sich an eine einfache Routine halten, können Sie die Wundhygiene verbessern und das Risiko von Komplikationen während der Heilung verringern.

Schritt 1: Reinigen Sie die Wunde

Reinigen Sie die Wunde mit Hansaplast Wundspray, das dazu dient, Schmutz und äußere Partikel sanft von der Hautoberfläche zu entfernen, und dabei hilft, die Anzahl der Bakterien auf der Hautoberfläche zu reduzieren. 

  • Sofort nach der Verletzung anwenden. 
  • Hilft dabei, sichtbaren Schmutz von der Haut abzuwaschen. 
  • Geeignet für die tägliche Wundreinigung.

Schritt 2: Schützen Sie die Wunde

Schützen Sie die Wunde mit einem geeigneten Pflaster, um sie während der Heilung vor Reibung, Schmutz und alltäglichen Berührungen zu schützen. Hansaplast bietet eine Reihe von Pflastern an, die für unterschiedliche Bedürfnisse und Schutzstufen entwickelt wurden: 

  • Hansaplast Sprüh-Pflaster - trocknet nach dem Auftragen schnell und bildet einen unsichtbaren, flexiblen und ultradünnen Film, der kleinere Alltagswunden wie Kratzer, Schnitte und Schürfwunden abdeckt. Das Sprüh-Pflaster ist wasserfest und eignet sich für schwer abzudeckende Stellen, während es gleichzeitig volle Bewegungsfreiheit ermöglicht.
  • Hansaplast Flüssig-Pflaster Konzentrat – lässt sich mit dem Applikator präzise aus der Tube auftragen und trocknet schnell zu einem unsichtbaren, flexiblen Film, der kleinere Wunden wie Kratzer, Schnitte und Schürfwunden vor Schmutz und Wasser schützt. Das Flüssigpflaster eignet sich auch für rissige Haut.
  • Hansaplast Zweite Haut Schutz Klein – nutzt die „Healing Capsule“-Technologie, um ein feuchtes Wundmilieu für eine schnellere Heilung zu schaffen. Die Pflaster sind ultradünn, flexibel und zu 100 % wasserdicht, dabei aber atmungsaktiv. Es gibt sie in verschiedenen Größen, um kleinere Wunden und Finger zu schützen, und sie bieten besonders starken Halt an Stellen, die schwer zu verbinden sind, wie zum Beispiel an Knien und Ellbogen. 

Entdecken Sie das gesamte Hansaplast-Pflaster-Sortiment und schauen Sie sich alle verfügbaren Optionen an.

Schritt 3: Unterstützung bei der täglichen Wundversorgung

Unterstützen Sie die Wundheilung mit Hansaplast Wundsalbe, die die Heilung von Wunden und geschädigter Haut fördert und bei Bedarf zusammen mit Pflastern verwendet werden kann.

  • Hilft, die Wunde zu schützen.
  • Geeignet für kleinere Schnittwunden im Alltag.
  • Kann zusammen mit herkömmlichen Pflastern verwendet werden.

Bitte beachten Sie: Hansaplast Wundsalbe sollte weder zusammen mit den Produkten der Flüssig-Pflaster-Serie noch mit dem Zweite Haut Schutz-Pflaster verwendet werden, da die Salbe die Haftfähigkeit beeinträchtigen kann.

Alltägliche Gewohnheiten bei der Wundversorgung

Einfache Alltagsgewohnheiten können dabei helfen, Wunden während des Heilungsprozesses sauber und geschützt zu halten und zu unterstützen:

  • Reinigen Sie Wunden so schnell wie möglich nach der Verletzung.
  • Decken Sie die Wunde mit einem Pflaster oder Verband ab.
  • Wechseln Sie die Verbände regelmäßig.
  • Berühren Sie die Wunde nicht und kratzen Sie nicht daran herum.
  • Schützen Sie den Bereich beim Sport oder bei anderen Aktivitäten.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Manche Wunden erfordern möglicherweise eine fachärztliche Untersuchung, vor allem, wenn sie sich nicht wie erwartet bessern oder wenn die Symptome schlimmer werden:

  • Die Wunde zeigt auch nach mehreren Tagen keine Anzeichen einer Besserung.
  • Die Symptome verschlimmern sich weiter, anstatt sich zu bessern.
  • Die Anzeichen einer Infektion werden deutlicher oder breiten sich weiter aus.
  • Sie bekommen Fieber oder fühlen sich allgemein unwohl.
  • Die Wunde ist tief, groß, durch einen Biss entstanden oder enthält Fremdkörper, die sich nicht entfernen lassen.

infizierte Wunde vs. heilende Wunde: Die wichtigsten Unterschiede

Eine infizierte Wunde entsteht, wenn Bakterien in einen Schnitt oder eine Verletzung der Haut eindringen und den normalen Heilungsprozess stören. Zu den typischen Anzeichen einer Wundinfektion gehören zunehmende Schmerzen, sich ausbreitende Rötung, Schwellung, Überwärmung und ungewöhnlicher Ausfluss und anstelle einer Besserung tritt eine Verschlimmerung ein. Im Gegensatz dazu heilt eine Wunde nach und nach: Die Schmerzen lassen nach, die Rötung bildet sich zurück und es bildet sich neue Haut, während sich der Körper selbst regeneriert. Wenn Sie diese Unterschiede erkennen, können Sie eine Wunde besser im Auge behalten und wissen, wann Sie vielleicht ärztlichen Rat einholen sollten.

Häufig gestellte Fragen: Heilt sie oder ist sie infiziert? (7)

  • Wie sieht eine infizierte Wunde aus?

    Eine infizierte Wunde kann gerötet, geschwollen und warm sein und manchmal gelben oder grünen Eiter absondern. Die Schmerzen können sich eher verstärken als bessern und an der Stelle kann sich ein unangenehmer Geruch entwickeln.

  • Woran erkennt man, ob eine Wunde infiziert ist oder heilt?

    Eine infizierte Wunde wird im Laufe der Zeit meist schmerzhafter, wobei sich die Rötung ausbreitet, die Schwellung zunimmt und möglicherweise Ausfluss auftritt. Eine Wunde, die heilt, verbessert sich dagegen von Tag zu Tag, wobei Schmerzen, Rötungen und Schwellungen nachlassen, während sich neue Haut bildet.

  • Kann eine Wundinfektion von selbst abklingen?

    Manche leichten Wundinfektionen können sich auch ohne Behandlung bessern. Sollten die Symptome jedoch anhalten, sich verschlimmern oder sich ausbreiten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

  • Was passiert, wenn eine infizierte Wunde nicht behandelt wird?

    Wenn eine Wundinfektion unbehandelt bleibt, kann sie sich verschlimmern und auf das umliegende Gewebe ausbreiten, was zu stärkeren Schmerzen, Schwellungen und Ausfluss führt. In manchen Fällen kann es zu ernsteren Beschwerden kommen, die eine ärztliche Behandlung erfordern.

  • Wann sollte ich wegen einer Wundinfektion zum Arzt gehen?

    Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn sich Rötungen oder Schwellungen ausbreiten, die Schmerzen stärker werden, der Ausfluss zunimmt oder Sie Symptome wie Fieber oder Unwohlsein entwickeln.

  • Wie kann ich das Risiko einer Wundinfektion verringern?

    Wenn Sie eine Wunde sofort reinigen, sie abdecken und auf eine gute Wundversorgung achten, können Sie dazu beitragen, dass der Bereich während der Heilung sauber und geschützt bleibt.

  • Welche Art von Wundverband eignet sich am besten für eine infizierte Wunde?

    Welcher Verband am besten geeignet ist, hängt von der Art und dem Schweregrad der Infektion ab. infizierte Wunden sollten in der Regel von medizinischem Fachpersonal untersucht werden, das die geeignete Behandlung und den passenden Verband empfehlen kann. Hansaplast bietet eine Auswahl an Pflastern und Verbänden für verschiedene Bedürfnisse der täglichen Wundversorgung an, sobald eine geeignete Behandlung empfohlen wurde.

Verwandte Artikel

Quellen

  1. NHS. Cuts and grazes. NHS. https://www.nhs.uk/conditions/cuts-and-grazes/.
  2. Murphy, P. S.; Evans, G. R. D. Advances in Wound Healing: A Review of Current Wound Healing Products. Plastic Surgery International 2012, 2012, 1–8. https://doi.org/10.1155/2012/190436.
  3. Sinno, H.; Prakash, S. Complements and the Wound Healing Cascade: An Updated Review. Plastic Surgery International 2013, 2013, 1–7. https://doi.org/10.1155/2013/146764.
  4. Zabaglo, M.; Sharman, T. Postoperative Wound Infection. PubMed. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK560533/
  5. NHS. Identifying a wound infection. University Hospitals Sussex NHS Foundation Trust. https://www.uhsussex.nhs.uk/resources/identifying-a-wound-infection/.
  6. Wallace, H. A.; Zito, P. M.; Basehore, B. M. Wound Healing Phases. Nih.gov. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK470443/.

Haftungsausschluss: Suchen Sie immer einen Arzt auf, wenn die Wunde tief ist, stark blutet oder Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung oder Überwärmung aufweist.

Bitte beachten Sie, dass die Tipps und Ratschläge auf dieser Website, obwohl sie mit großer Sorgfalt zusammengestellt wurden, keinesfalls eine ärztliche Beratung und Behandlung ersetzen. Wenn Sie ein gesundheitliches Problem haben oder vermuten, suchen Sie einen Arzt auf und befolgen Sie den ärztlichen Rat, unabhängig davon, was Sie auf dieser Website erfahren haben.

Lesen Sie sich die Gebrauchsanweisung oder die Beipackzettel unserer Produkte immer sorgfältig durch und befolgen Sie sie. Für weitere Informationen über unsere Produkte kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail unter Hansaplast@Beiersdorf.com