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Narbenbehandlung: So reduzieren Sie Narben effektiv – Wir zeigen dir, was du gegen bestehende Narben tun kannst.

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Narben sind nichts anderes als Wundverschlüsse. Nach einer Verletzung bildet der Körper neues Gewebe, um die Schutzfunktion der Haut wiederherzustellen. Doch Narben können auch für Probleme sorgen. Wir haben einige Information und Möglichkeiten der Narbenbehandlung für dich zusammengefasst.

So entstehen Narben

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Schon kleine Wunden hinterlassen Narben.
So ziemlich jeder von uns hat eine Narbe. Ein kleiner Schnitt, ein falscher Schritt oder eine Impfung reichen bereits, um eine Narbe entstehen zu lassen. Narben entstehen immer dann, wenn die äußere Hautschicht, die Epidermis, zerstört wird und die Verletzung bis in die Dermis reicht. Der Organismus ist nicht in der Lage, das zerstörte, hoch spezialisierte Gewebe identisch nachzubilden. Stattdessen wird die Wunde mit Bindegewebe „repariert“.

Was hilft gegen Narben?

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Zur Narbenbehandlung gibt es Behandlungsmethoden.
Eines vorweg: Die beste Narbenbehandlung ist die, die gar nicht erst durchgeführt werden muss. Es gibt einige Möglichkeiten frische Wunden so zu versorgen, dass die Narbenbildung möglichst gering ausfällt. Je nach Narbe gibt es seine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten. Welche Narbenbehandlung die richtige ist, entscheidet in den meisten Fällen ein Arzt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wollen wir Ihnen eine Liste mit den wichtigsten Möglichkeiten der Narbenbehandlung präsentieren.

Natürliche Mittel gegen Narben

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Narbenbehandlung mit Hilfe von Ringelblumen.

Wenn du nur eine kleine Narbe hast und zuerst ein natürliches Mittel probieren möchtest, kannst du Aloe Vera, Lavendelöl, Kakaobutter oder Olivenöl ausprobieren. Ringelblumen wirken abschwellend, fördern den Wundverschluss, regen aber auch die Produktion neuer Zellen an. Somit können sie auch eine wertvolle Hilfe bei der Narbenheilung sein und sogar bei Narbenwucherungen verwendet werden.

Auch Löwenzahn hilft Narben zu reduzieren. Die Löwenzahnwurzel enthält jede Menge Vitamin A, C und andere Antioxidantien, die bekannt dafür sind Heilungsprozesse zu beschleunigen, wodurch sichtbare Narben reduziert werden.

Hausmittel gegen Narben

Egal ob Unfall, Operation oder einfach nur ein Missgeschick – Narben entstehen schnell. Mit diesen Hausmitteln kannst du Narben sanft reduzieren:

Honig ist ein natürlicher Feuchtigkeitsspender, der die Heilung von Wunden unterstützt und der Narbenbildung vorbeugt.
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Um die Narbe aufzuhellen, kannst du Zitronensaft ausprobieren. Dieser wird über einen Zeitraum von mehreren Wochen 2x täglich für 10 Minuten auf die Narbe aufgetragen.

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Eine rohe Kartoffel kühlt und lässt die Narbe abschwellen. Dafür einfach die Kartoffel in der Mitte durchschneiden und die Narbe mit der Kartoffel vorsichtig einreiben.
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Die Säure des Apfelessigs entfernt die abgestorbenen Zellen der Narbe und fördert die Neubildung gesunder Haut. Dafür den Essig auftragen, 10 Minuten einwirken lassen und danach mit Wasser abspülen.
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Ein weiteres Hausmittel ist Knoblauchöl. Es macht die Haut elastisch und unterstützt die Zellneubildung. Das Öl kann auch vorbeugend genutzt werden, um Narbenbildung zu verhindern oder zu mindern.
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Tomaten sind ein natürliches Bleichmittel und lassen die Narbe verblassen. Zudem fördern sie die Kollagenbildung der Haut und lassen Narben glatter aussehen.
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Cremes, Gels und Kortisonpräparate zur Narbenbehandlung

Damit eine Narbe gut verheilt, muss die Narbenhaut feucht und elastisch gehalten werden. Das gelingt mit Wirkstoffen wie Dexpanthenol oder Gel-Kombinationen mit Heparin und Zwiebelextrakt. Diese Stoffe wirken obendrein entzündungshemmend und lindern Schmerzen und Juckreiz.

 

Mit der Behandlung der Narbe kannst du beginnen, sobald die Wunde geschlossen ist bzw. die Nähte gezogen wurden. Gerade Narbengel wirkt auch bei älteren Narben. Bei regelmäßiger Narbenpflege verringert sich der Umfang der Narbe und die Farbe gleicht sich der restlichen Haut an. Narbengele und -salben sind in der Apotheke erhältlich.

Narbenbehandlung mit Peeling und Laser

Viele Therapien helfen besonders gut, wenn die Narbe noch frisch ist. Chemische Peelings oder Laser helfen jedoch auch später noch dabei, Hautbereiche mit älteren Narben zu glätten. Bei der Laserbehandlung werden Hautschichten abgetragen und es entsteht eine Wunde, die langsam verschorft. Nach wenigen Wochen fällt der Schorf durch die Erneuerung der darunterliegenden Haut ab. Zum Einsatz kommen meist YAG-Laser oder gepulste CO2-Laser.

 

Eine weitere Möglichkeit der Narbenbehandlung ist das Needling. Dabei kommt eine mit Nadeln besetzte Rolle zum Einsatz, die über die jeweilige Hautregion gerollt wird. Die kleinen Nadeln sollen dabei die Produktion von Kollagen anregen. Diese Methode wird auch zur Faltenreduktion angewendet.

Narben entfernen mit chirurgischen Verfahren und Dermabrasion

Großflächige und eingesunkene Narben lassen sich gut operativ behandeln. Der betroffene Bereich wird herausgeschnitten und anschließend vernäht. Besteht die Gefahr, dass Spannungen auftreten, können spezielle Vernähtechniken zur Anwendung kommen.

 

Vielen kleine Narben, die über einen großen Bereich verteilt sind, können gut mit der Dermabrasion behandelt werden. Dabei wird die äußerste Schicht der Haut durch Abschleifen entfernt, wodurch eine glattere Hautoberfläche entsteht. Je nach Größe des betroffenen Bereichs wird diese Behandlung unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt.

 

Narbenpflaster

Narbenpflaster wirken, indem sie Druck auf die Narbe ausüben und einen Temperaturanstieg herbeiführen. Diese beiden Vorgänge haben eine deutliche Wirkung auf das Narbengewebe. 
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Das Narbenpflaster macht Narben dauerhaft heller.

Dr. Rainer Wolber, Forschung & Entwicklung, Beiersdorf AG:

„Dass eine Narbe vollständig verschwindet, ist kaum möglich. Dennoch bietet das Hansaplast Narben Reduktion Pflaster die Möglichkeit, die Sichtbarkeit erhabener geröteter Narben zu reduzieren. Klinische Narben Studien belegen, dass bei Anwendung des Pflasters der Zellenregenerationsprozess der Narbe aktiviert wird. Dadurch werden hypertrophe (erhabene, wulstige) Narben heller, flacher und weicher.“

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Erste Ergebnisse nach 3 bis 4 Wochen.

Das Hansaplast Narben Reduktion Pflaster

Das Hansaplast Narben Reduktion Pflaster besteht aus hautfreundlichem Polyurethan-Material und ist eine wirksame Alternative zu Silikon-Pflastern. Die Behandlung kann bereits kurz nach der Wundheilung beginnen. Erste Resultate sind bereits nach drei bis vier Wochen möglich. Eine Tragedauer von mehr als 8 Wochen kann den Behandlungserfolg zusätzlich erhöhen. Und das Beste: Das Pflaster wirkt selbst bei älteren Narben.

Bei der Behandlung von Narben, konnte bei klinischen Studien gezeigt werden, dass die Pflaster aus hautfreundlichem Polyurethan eine etablierte Technologie zur Behandlung von Wunden darstellen. Durch die Pflaster wird Druck auf die Narbe ausgeübt und ein Temperaturanstieg herbeigeführt.

 

Diese beiden physikalischen Vorgänge haben eine deutliche Wirkung auf die natürliche Reproduktion des Narbengewebes: die Aktivität der Kollagenase, ein Schlüsselenzym für den Reproduktionsprozess, wird erhöht, die Mikrozirkulation in der Narbe aktiviert und eine verbesserte Durchblutung erzielt. So werden hypertrophe Narben bereits nach einiger Zeit deutlich heller, flacher und weicher.

Narbenheilung bei bereits geschlossenen Wunden

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Zur Narbenbehandlung gibt es Behandlungsmethoden.
Für manche Personen stellt gerade das Erscheinungsbild einer Narbe ein großes Problem dar. Insbesondere wenn die Narbe im Gesicht oder an einer anderen exponierten Stelle liegt. Zusätzlich können Narben auch die Bewegungsfreiheit einschränken oder Schmerzen verursachen. Doch es gibt einige Möglichkeiten Narben effektiv zu behandeln.

Bereits verschlossene Wunden können mit einer Wundsalbe behandelt werden, um die Elastizität der Haut zu gewährleisten. Damit unterstützt du nicht nur den Heilungsprozess, sondern kannst der Wucherung von Narben vorbeugen.

Wann macht eine Narbenkorrektur Sinn?

Nicht alle Beschwerden einer Narbe können durch eine Narbenbehandlung korrigiert werden und unter Umständen ist die Behandlung einer Narbe auch aufwendig oder schmerzhaft. Folgende Punkte gelten jedenfalls als Indikation für eine Behandlung von Narben:
Die Narbe verursacht Schmerzen, juckt oder schränkt die Bewegungsfreiheit ein.
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Die Narbe ist an einem Ort oder hat eine Form, welche die betroffene Person entstellt.
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Die Narbenbildung war gestört und es ist eine hypertrophe (wulstige) oder atrophe (eingesunkene) Narbe oder sogar ein Keloid, das über den betroffenen Bereich wuchert, entstanden.
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Das Erscheinungsbild der Narbe stellt eine psychische Belastung für die betroffene Person dar.
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