Narben richtig behandeln
Narbenbehandlung: So bringen Sie Narben zum Verschwinden
Wir zeigen Ihnen, was Sie gegen bestehende Narben tun können.
Narben sind nichts anderes als Wundverschlüsse. Nach einer Verletzung bildet der Körper neues Gewebe, um die Schutzfunktion der Haut wiederherzustellen. Doch Narben können auch für Probleme sorgen. Wir haben einige Information und Möglichkeiten der Narbenbehandlung für Sie zusammengefasst.

Narben hat doch jeder

So ziemlich jeder von uns hat eine Narbe. Ein kleiner Schnitt, ein falscher Schritt oder eine Impfung reicht bereits, um eine Narbe entstehen zu lassen.

Narben entstehen immer dann, wenn die äußere Hautschicht, die Epidermis, zerstört wird und die Verletzung bis in die Dermis reicht. Der Organismus ist nicht in der Lage, das zerstörte, hoch spezialisierte Gewebe identisch nachzubilden. Stattdessen wird die Wunde mit Bindegewebe „repariert“

Narbe durch Schnitt in der Haut

Einflüsse auf das Aussehen von Narben

Narben bestehen aus festem Bindegewebe, deswegen sind sie meistens härter als die umliegende Haut. Sie sind schlechter durchblutet, haben oft eine andere Farbe und besitzen weder Schweißdrüsen noch Haarfollikel.

Das Erscheinungsbild einer Narbe hängt aber auch von anderen Faktoren ab:

  1. Alter: Mit dem Alter nimmt die Regenerationsfähigkeit der Haut ab. Bei jüngeren Personen produziert die Haut mehr Bindegewebe und es kann zu dickeren, sogenannten hypertrophen Narben kommen.
  2. Infektionen: Infektionen der verwundeten Stelle steigern die Wahrscheinlichkeit einer auffälligen Narbenbildung.
  3. Lokalisation: Auch der Ort der Verletzung hat einen Einfluss auf die Ausprägung der Narbe. In der Nähe von Gelenken wirken höhere Kräfte auf die Haut. Narben, die dort liegen, sind gegebenenfalls stärker sichtbar. Auch das Ohrläppchen ist ein Ort, an dem sich Narben oft wulstig entwickeln.
  4. Hormone: Sogar Hormonen wird ein Einfluss auf die Narbenbildung nachgesagt, zum Beispiel während der Schwangerschaft.
  5. Erbliche Faktoren: Bei der Narbenbildung spielen auch erbliche Faktoren eine Rolle. So treten unter anderem hypertrophe Narben und Keloide (rötliche, erhabene Narben) familiär gehäuft auf.

Wenn Narben Probleme machen

Für manche Personen stellt gerade das Erscheinungsbild einer Narbe ein großes Problem dar. Insbesondere wenn die Narbe im Gesicht oder an einer anderen exponierten Stelle liegt.

Zusätzlich können Narben auch die Bewegungsfreiheit einschränken oder Schmerzen verursachen.

Doch es gibt einige Möglichkeiten Narben effektiv zu behandeln.

Narben Erscheinungsbild als Problem

Wann macht eine Narbenkorrektur Sinn?

Nicht alle Beschwerden einer Narbe können durch eine Narbenbehandlung korrigiert werden und unter Umständen ist die Behandlung einer Narbe auch aufwendig oder schmerzhaft.

Folgende Punkte gelten jedenfalls als Indikation für eine Behandlung von Narben:

  1. Die Narbe verursacht Schmerzen, juckt oder schränkt die Bewegungsfreiheit ein.
  2. Die Narbe ist an einem Ort oder hat eine Form, welche die betroffene Person entstellt.
  3. Die Narbenbildung war gestört und es ist eine hypertrophe (wulstige) oder atrophe (eingesunkene) Narbe oder sogar ein Keloid, das über den betroffenen Bereich wuchert, entstanden.
  4. Das Erscheinungsbild der Narbe stellt eine psychische Belastung für die betroffene Person dar.

Was hilft gegen Narben?

Eines vorweg: Die beste Narbenbehandlung ist die, die gar nicht erst durchgeführt werden muss. Es gibt einige Möglichkeiten frische Wunden so zu versorgen, dass die Narbenbildung möglichst gering ausfällt.

Je nach Narbe gibt es seine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten. Welche Narbenbehandlung die richtige ist, entscheidet in den meisten Fällen ein Arzt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit wollen wir Ihnen eine Liste mit den wichtigsten Möglichkeiten der Narbenbehandlung präsentieren.

Möglichkeiten der Narbenbehandlung

Natürliche Mittel gegen Narben

Wenn Sie nur eine kleine Narbe haben und zuerst ein natürliches Mittel probieren wollen, können Sie Aloe Vera, Lavendelöl, Kakaobutter oder Olivenöl ausprobieren.

Um die Narbe aufzuhellen, können Sie Zitronensaft ausprobieren. Dieser wird über einen Zeitraum von mehreren Wochen 2x täglich für 10 Minuten auf die Narbe aufgetragen. Vermeiden Sie außerdem starke Temperaturreize, wie Sauna, Solarium oder starke Kälte und meiden Sie scheuernde Kleidung.

 

Cremes, Gels und Kortisonpräparate zur Narbenbehandlung

Damit eine Narbe gut verheilt, muss die Narbenhaut feucht und elastisch gehalten werden. Das gelingt mit Wirkstoffen wie Dexpanthenol oder Gel-Kombinationen mit Heparin und Zwiebelextrakt. Diese Stoffe wirken obendrein entzündungshemmend und lindern Schmerzen und Juckreiz.

Mit der Behandlung der Narbe können Sie beginnen, sobald die Wunde geschlossen ist bzw. die Nähte gezogen wurden. Gerade Narbengel wirkt auch bei älteren Narben. Bei regelmäßiger Narbenpflege verringert sich der Umfang der Narbe und die Farbe gleicht sich der restlichen Haut an. Narbengele und –salben sind in der Apotheke erhältlich.

 

Narbenbehandlung mit Peeling und Laser

Viele Therapien helfen besonders gut, wenn die Narbe noch frisch ist. Chemische Peelings oder Laser helfen jedoch auch später noch dabei, Hautbereiche mit älteren Narben zu glätten. Bei der Laserbehandlung werden Hautschichten abgetragen und es entsteht eine Wunde, die langsam verschorft. Nach wenigen Wochen fällt der Schorf durch die Erneuerung der darunterliegenden Haut ab. Zum Einsatz kommen meist YAG-Laser oder gepulste CO2-Laser.

Eine weitere Möglichkeit der Narbenbehandlung ist das Needling. Dabei kommt eine mit Nadeln besetzte Rolle zum Einsatz, die über die jeweilige Hautregion gerollt wird. Die kleinen Nadeln sollen dabei die Produktion von Kollagen anregen. Diese Methode wird auch zur Faltenreduktion angewendet.

 

Narben entfernen mit chirurgischen Verfahren und Dermabrasion

Großflächige und eingesunkene Narben lassen sich gut operativ behandeln. Der betroffene Bereich wird herausgeschnitten und anschließend vernäht. Besteht die Gefahr, dass Spannungen auftreten, können spezielle Vernähtechniken zur Anwendung kommen.

Vielen kleine Narben, die über einen großen Bereich verteilt sind, können gut mit der Dermabrasion behandelt werden. Dabei wird die äußerste Schicht der Haut durch Abschleifen entfernt und so eine glattere Oberfläche erreicht. Je nach Größe des betroffenen Bereichs wird diese Behandlung unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt.

 

Narbenpflaster

Narbenpflaster wirken, indem sie Druck auf die Narbe ausüben und einen Temperaturanstieg herbeiführen. Diese beiden Vorgänge haben eine deutliche Wirkung auf das Narbengewebe.

Experten Tipp: Hansaplast Narben Reduktion Pflaster

Dr. Rainer Wolber, Forschung & Entwicklung, Beiersdorf AG:

„Dass eine Narbe vollständig verschwindet, ist kaum möglich. Dennoch bietet das Hansaplast Narben Reduktion Pflaster die Möglichkeit, die Sichtbarkeit erhabener geröteter Narben zu reduzieren. Klinische Narben Studien belegen, dass bei Anwendung des Pflasters der Zellenregenerationsprozess der Narbe aktiviert wird. Dadurch werden hypertrophe (erhabene, wulstige) Narben heller, flacher und weicher.“

Hansaplast Narben Reduktion Pflaster

Das Hansaplast Narben Reduktion Pflaster

„Das Narbenpflaster besteht aus hautfreundlichem Polyurethan-Material und die Behandlung kann bereits kurz nach der Wundheilung beginnen. Erste Resultate sind bereits nach drei bis vier Wochen möglich.

Das Pflaster über einen Zeitraum von acht Wochen zu tragen erhöht den Behandlungserfolg.

Das Pflaster wirkt selbst bei älteren Narben.“

Wirkung von Hansaplast Narben Reduktion

Was steckt hinter der Polyurethan-Technologie

Bei der Behandlung von Narben, konnte bei klinischen Studien gezeigt werden, dass die Pflaster aus hautfreundlichem Polyurethan, eine etablierte Technologie zur Behandlung von Wunden darstellen. Durch die Pflaster wird Druck auf die Narbe ausgeübt und ein Temperaturanstieg herbeigeführt.

Diese beiden physikalischen Vorgänge haben eine deutliche Wirkung auf die natürliche Reproduktion des Narbengewebes: die Aktivität der Kollagenase, ein Schlüsselenzym für den Reproduktionsprozess wird erhöht, die Mikrozirkulation in der Narbe aktiviert und eine verbesserte Durchblutung erzielt. So werden hypertrophe Narben bereits nach einiger Zeit deutlich heller, flacher und weicher.