Verletzungen beim Wintersport Mann auf der Piste

Verletzungen beim Wintersport

Wie Wintersportler sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.
Wenn die ersten Flocken fallen und die Skiasse im Fernsehen die Pisten hinunterflitzen, kommt sie automatisch: die Lust auf Wintersport. Doch der Spaß im Schnee kann auch so manchen Unfall mit sich bringen. Welche die häufigsten Verletzungen sind, was bei einem Sturz zu tun ist und wie Sie unfallfrei durch den Winter kommen, erfahren Sie hier. 

Verletzungsursachen im Wintersport

Verletzungen beim Skifahren haben sich dank Helm deutlich reduziert. Trotzdem stieg das Verletzungsrisiko in letzter Zeit erneut an. Jährlich sorgen in Österreich zwischen 45.000 bis 50.000 Stürze zu schweren Verletzungen. Neben den Schnee- und Wetterbedingungen hängt es natürlich auch vom Können, und vor allem der Risikobereitschaft der Wintersportler ab, ob sie sich verletzen oder nicht. In den meisten Fällen verunglücken Wintersportler ohne Fremdbeteiligung. Jedoch kann ein Sturz schnell weitere Unfälle verursachen. Durch kontrolliertes Fahren und einer realistischen Selbsteinschätzung können Stürze gezielt vermieden werden.


Piste mit Skifahrer
Stürze lassen sich durch Disziplin und Können deutlich reduzieren.
Eine weitere häufige Unfallursache sind Kollisionen zwischen Wintersportlern. Durch Sprünge verletzen sich ebenfalls etliche Skifahrer und Snowboarder, wobei die Verletzung meist unmittelbar bei der Landung eintritt und nicht erst im nachfolgenden Sturz. Zudem führt eine Überlastung im Schwung häufig zu Knieverletzungen.

Weitere Faktoren, die Stürze und Unfälle begünstigen:
  • Aggressiver Kunstschnee
  • Erhöhte Risikobereitschaft (auch aufgrund von Alkoholkonsum)
  • Ungenügende Skitechnik
  • Mangelnde Fitness
  • Müdigkeit
  • Schlechte Sicht
  • Vereiste oder tauende Pisten
  • Das Fahren auf zu anspruchsvollen Strecken
 
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Die häufigsten Verletzungen beim Skifahren

Knieverletzungen

Das Knie ist beim Wintersport das Unfallopfer Nummer 1. Besonders beim Skifahren passieren sehr häufig Verletzungen im Kniebereich. Ein Drittel aller im Krankenhaus eingelieferten Patienten haben ein Knieproblem. Frauen mit 45 % deutlich häufiger als Männer mit 25 %. Lesen Sie nach, wie Sie Knieverletzungen vorbeugen und diese selbst behandeln können. 
Skifahrer mit Knieschmerzen
Knieprobleme und – verletzungen sind häufig beim Wintersport.

Verletzungen an der Schulter

An zweiter und dritter Stelle der häufigsten Verletzungen beim Wintersport folgen Schulter- und Hand bzw. Handgelenk. Ein ausgekugeltes Gelenk, Sehnenrisse oder Knochenabsplitterungen am Schulterblatt kommen häufig vor. In rund einem Viertel aller Krankenhauseinweisungen ist das Gelenk betroffen.
Schulterverletzung Skifahrer
Schulterverletzungen sind häufig beim Wintersport.

Bein und Schenkelbrüche

Zwischen 10 und 15 % liegt der Anteil der Verletzungen von Unter- und Oberschenkel. Aufgrund der geringen Schutzmaßnahmen am Oberschenkel ist dieser bei gut 10 % aller Patienten betroffen. Da die Skischuhe dem Unterschenkel mehr Stabilität und einen besseren Schutz bieten, sind Verletzungen des Unterschenkels seltener.

Kopfverletzungen

Rund 10 % aller behandelten Skiunfallopfer haben eine Verletzung am Kopf. Allerdings ist die Gefahr eines Schädelbruches relativ gering. Er kommt nur bei schweren Unfällen wie einem Überschlag oder einem Frontalcrash vor. In die Statistik fließen unter Kopfverletzungen auch Nasenbluten und Schürfwunden ein. Skihelme sind essenziell, um solche Verletzungen weitestgehend zu vermeiden.
 
Beim Wintersport Skihelm tragen
Sehen Sie das Tragen eines Helmes als Pflicht beim Skifahren.

Knöchelbrüche

Knöchelbrüche kommen bei Skifahrern recht selten vor, da der feste Skischuh das Gelenk stützt. Dennoch leiden rund 4 % aller Patienten an Verletzungen beim Knöchel. Splitterbrüche müssen meist aufwendig operiert werden.
 

Skidaumen

Der Skidaumen ist ein Bänderriss am Daumen und eine häufige Verletzung beim Wintersport. Die Ursache liegt an der Überlastung des Daumens durch starkes Abspreizen nach außen, meist durch einen Sturz bedingt. 

 

Rumpfprellungen

Rumpfprellungen und Rippen- oder Schlüsselbeinbrüche sind bei Snowboardern häufiger als bei Skifahrern. Von den stationär behandelten Skifahrern haben rund 14 % eine Verletzung am Rumpf. Vor allem Männer sind gefährdet: Rund 18 % stehen etwa 8 % Frauen mit Rumpfverletzungen gegenüber.

 

Muskelfaserrisse

Muskelzellen sind bei Kälte sehr „steif“ und wenig belastungsresistent. Das ist der Grund für Muskelfaserrisse beim Wintersport. Richtiges Aufwärmen kann solchen Verletzungen vorbeugen.

 

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Häufige Verletzungen beim Snowboarden

Verletzungen am Handgelenk

Da auf dem Snowboard beide Beine fest verankert sind, treten selten Verletzungen der Kniegelenke auf. Dafür stürzt der Snowboarder sehr häufig nach vorne oder nach hinten. Stürze nach vorne werden mit den Händen abgefangen und enden häufig auf den Knien. Snowboarder müssen deshalb vor allem handgelenksnahe Brüche des Unterarms und der Handgelenke fürchten. Um diese Verletzung zu vermeiden, empfehlen wir Handgelenkprotektoren und Handschuhe als zusätzlichen Schutz.
 
Snowboarder trägt schützende Handschuhe
Bandagen schützen das Handgelenk.

Verletzungen am Knie

Auch Knieprotektoren kommen häufig zum Einsatz, zur Vorbeugung und Schutz des Kniegelenks. Denn ein starker Aufprall auf die Knie kann nicht nur die Kniescheibe schwer schädigen, sondern auch Sehnen und Bänder in Mitleidenschaft ziehen. 

Verletzungen des Gesäßes und des Rückens

Snowboarder stürzen häufig nach hinten und werden vom Gesäß aufgefangen. Dabei entstehen Prellungen oder blaue Flecken. Der Rücken ist vor allem bei Snowboardern und Sportlern, die gerne springen ein Schwachpunkt. Daher werden bei diesen Sportarten Rückenprotektoren empfohlen, um die Wirbelsäule zu schützen.

Snowboarder sitzt im Schnee
Stürze beim Snowboarden verursachen oft Verletzungen im Rücken.

Verletzungen am Kopf

Häufige Kopfverletzungen sind Schädelbrüche, Schleudertrauma oder Gehirnerschütterungen. Da heutzutage jedoch einige Snowboarder Helme tragen und das in einigen (Bundes-)ländern sogar Pflicht ist, ist das Risiko für eine Verletzung am Kopf nicht mehr so hoch wie früher. Dennoch können Helme keinen verbindlichen Schutz vor schweren Verletzungen bieten.
 
Snowboardering trägt schützenden Helm
Ein Helm kann Leben retten.

Was tun, wenn’s passiert ist?

Sollten Sie einmal stürzen und sich verletzen, haben wir ein paar Tipps zur ersten Hilfe bei Sportverletzungen. Bei Rötungen und Schwellungen sollte die entsprechende Stelle gekühlt werden, egal ob mit Kühlpack oder Kühlspray. Beachten Sie die Stelle nicht länger als 15–20 Minuten pro Anwendung zu kühlen, sonst kann es zu Erfrierungen kommen. 
 
Knie kühlen
Kühlung kann erste Schmerzen lindern.
Bei Muskelverspannungen und Muskelschmerzen empfiehlt sich eine Therapie mit Wärme. Selbsthaftende Pflaster, wie die ABC-Wärmepflaster sind ideal, um Schmerzen zu lindern und die Muskeln zu entspannen. Am besten lassen Sie ihre Verletzung vorsichtshalber vom Arzt untersuchen, um schwerwiegende Verletzungen auszuschließen. Um von vornherein das Risiko für eine Verletzung beim Wintersport zu senken, beachten Sie folgende Tipps:
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Verletzungen im Wintersport vorbeugen

Top-Tipps zur Vermeidung von Unfällen

  1. Ausrüstung: Viele Schifahrer und Snowboarder setzen auf das Tragen von Schutzkleidung, wie Helm und Rückenprotektoren. Eine Investition in diese ist bestimmt kein Fehler, denn so können gröbere Verletzungen verhindert werden.
  2. Wartung: Die Ausrüstung sollte regelmäßig gewartet und erneuert werden. Mit stark abgenütztem Material haben Sie besonders auf eisigen und harten Pisten weniger Halt.
  3. Ein leicht umzusetzender Tipp: Pausen machen. Kurz vor Mittag oder zwischen 15:00 und 16:30 Uhr passieren auf den Pisten die meisten Unfälle.
  4. Fitness: Wer auch außerhalb der Wintersportsaison trainiert, hat bessere Kondition. Je fitter Sie sind, umso eher können Sie Sportverletzungen vermeiden
  5. Aufwärmen: Aufwärmen ist ein wichtiger Punkt vor der Pistenabfahrt – auch wenn die Übungen den einen oder anderen Zuseher womöglich erheitern. Bei vielen Bergstationen gibt es Infotafeln mit Anleitungen zum richtigen Warm-Up.
  6. Die richtige Skibrille: Gute Sicht schützt! Auch die richtige Brille kann Unfälle vermeiden. Bei nebeligem und düsterem Wetter sollten Sie auf Brillen mit gelb bis orange getönten Gläsern setzen. Bei starker Sonneneinstrahlung sind braune Gläser mit UV-Schutz zu empfehlen. So behalten Sie den Überblick auf der Piste.
  7. Achtsam sein: Vorsichtig fahren sollte selbstverständlich sein. Auch die Pistenregeln sollten beachtet werden. Doch selbst wer sich fehlerfrei verhält, ist nicht vor Unfällen sicher. Daher am besten auch auf die anderen Fahrteilnehmer achten.
  8. Skifahren ohne Kater: Après-Ski gehört für viele zum Schifahren wie das Amen im Gebet. Es empfiehlt sich, erst im Tal damit zu beginnen, da Alkohol die Koordination beeinträchtigt und es so leichter zu Stürzen kommen kann. Wer doch schon gerne am Berg feiert, fährt besser mit der Gondel zurück ins Tal.
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Produkttipps zur Vorbeugung und Schutz

Knie-Bandage

Gegen Knieschmerzen beim Skifahren und Überbelastungen helfen Knie-Bandagen von Hansaplast. Sie stabilisiert das Knie, verbessert die Gelenkführung und reduziert Schwellungen. Mehr Stabilität sorgt für mehr Kontrolle und sorgt somit für eine Reduktion des Verletzungsrisikos. Zudem wird eine Bewegungsfreiheit ermöglicht, die eine natürliche Bewegung unterstützt – und Sie können auf der Piste sorgenfrei Gas geben.
 
Hansaplast Knie-Bandage
Zum Schutz der Kniegelenke und für mehr Stabilität.

Handgelenk-Bandage

Die Hansaplast Handgelenk-Bandage ist ideal geeignet für Betroffene, die leichte Schmerzen aufgrund von Überlastungen haben. Die Handgelenkstütze wärmt durch das innovative geschlossene Zell Neopren das Handgelenk. Gleichzeitig bietet die leichte Handgelenkstütze eine sanfte Kompression (diese ist individuell einstellbar). Sie ist sehr einfach anzuziehen und bietet durch die Daumenkonstruktion optimale Bewegungsfreiheit.
 
Hansaplast Handgelenk-Bandage
Hilft schmerzende Handgelenke zu entlasten.
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