Wunden nach Operationen heilen üblicherweise von innen nach außen. Für eine angemessene Heilung ist die Versorgung postoperativer Wunden besonders wichtig. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie die Wundversorgung nach einer OP aussehen sollte und wie Sie das Risiko der Narbenbildung nach Wundverschluss reduzieren können!

Postoperative Wunden

Postoperative Wunden, auch Operationswunden genannt, entstehen nach einem Schnitt, der von medizinischem Fachpersonal gezielt und präzise unter sterilen Bedingungen durchgeführt wurde. Sie sind durch regelmäßige, scharfe, saubere Wundränder gekennzeichnet und werden häufig mit Nähten, Kleber oder Klammern verschlossen. In diesen Fällen wird die sogenannte trockene Wundversorgung empfohlen, d. h. das Abdecken der Wunde mit einem Verband, ohne für feuchte Wundheilungsbedingungen zu sorgen.
haut mit naehten wundversorgung nach op
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Verband für postoperative Wunden

Ein geeigneter Verband für postoperative Wunden sollte daher 

  • steril sein,
  • eine gute Barriere bilden, Flüssigkeit oder Exsudat absorbieren und die Wunde trocken halten und 
  • an der Haut haften, aber beim Entfernen atraumatisch sein und nicht mit der Wunde verkleben. 

Die Größe des Verbandes und der Wundauflage sollte immer im Verhältnis zur Wundgröße gewählt werden, um sicherzustellen, dass der Wundbereich vollständig und sicher von der Wundauflage bedeckt ist. Alternativ kann eine sterile Kompresse in Kombination mit einer unsterilen Fixierung verwendet werden, z. B. mit einem Fixierband, einer großflächigen Fixierung oder einem kohäsiven Verband – je nach Wundlage und individuellen Vorlieben.

 
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Warum ist angemessene Wundversorgung wichtig?

Es ist wichtig, eine angemessene Wundpflege für postoperative Wunden sicherzustellen, um  

  • Infektionen zu verhindern,
  • die Narbenbildung zu reduzieren, 
  • die Schmerzen beim Verbandswechsel zu minimieren und
  • eine einfache, bequeme und sichere Wundbehandlung zu gewährleisten für eine ungestörte Heilung ohne Komplikationen.

Dabei müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden:  

 

Wundversorgung vor, während und nach OP

Vor der Operation, präoperativ, muss der Patient individuell auf die Art der Operation und das Risiko vorbereitet werden. Während der Operation, intraoperativ, ist auf die Einhaltung aller Hygienevorschriften (bauliche Voraussetzungen, Kleidung, Abläufe) zu achten. Nach der Operation, postoperativ, wird im Operationssaal der erste Wundverband angelegt und der Chirurg entscheidet über die weitere Wundversorgung und den Verbandwechsel. 
 
frau mit pflaster auf schulter postoperative wundversorgung
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Wie behandeln Sie Ihre Wunde richtig?

Die postoperative Wundversorgung richtet sich immer nach der individuellen Wundsituation und sollte gemäß den Empfehlungen des Arztes durchgeführt werden. 

Nach dem primären Wundverschluss durch den Chirurgen wird die Wunde in der Regel mit einem sterilen Verband geschützt. Ungefähr nach 2 Tagen* wird der Verband zum ersten Mal gewechselt und die Wunde vom Arzt beobachtet. 
Danach sollte der Verband täglich gewechselt werden (individuell nach Absprache mit dem Arzt). Dies kann vom Patienten zu Hause durchgeführt werden. 

Achten Sie immer darauf,
  • sterile Wundauflagen zu verwenden, 
  • grundlegende Hygieneregeln zu beachten, 
  • den Verband unter antiseptischen/hygienischen Bedingungen zu wechseln (berührungsfreie Technik, Schutz vor Wasser) und 
  • die Wunde regelmäßig zu beobachten, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen. 
In der Regel werden 6 – 12 Tage* nach der Operation die Nähte, Klammern oder Drainagen durch den Arzt entfernt.  

*individuell unterschiedlich, Entscheidung durch den behandelnden Arzt. 
 

Sterile Bedingungen  

In der Regel sind sterile Bedingungen zu Hause nicht gegeben. Bei Wunden ohne Komplikationen sind sie auch nicht erforderlich. Dennoch sollten postoperative Wunden mit sterilen Verbänden behandelt werden, um das Risiko von Wundinfektionen zu verringern. Es ist wichtig, den Verband auf hygienische Art und Weise anzulegen: Waschen Sie sich vor der Behandlung die Hände, tragen Sie Handschuhe und berühren Sie beim Öffnen oder Anlegen des Verbandes nicht die Wundauflage (Non-Touch-Technik).

 

 
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Wundversorgung nach Operationen: Behandlung zu Hause

Die postoperative Wundversorgung richtet sich immer nach der individuellen Wundsituation, die Behandlung nach den Empfehlungen des Arztes.  

Achten Sie bei der Behandlung einer postoperativen Wunde darauf, dass Sie sich gründlich die Hände waschen, Handschuhe anziehen, um Infektionen zu vermeiden, und sterile Verbände verwenden.
mann bringt pflaster bei schulter frau an wundversorgung nach op
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Produkte zur Wundversorgung zu Hause

Worauf sollten Sie bei der Wundversorgung zu Hause achten? Und welche Produkte unterstützen die Wundheilung? Hansaplast bietet verschiedene Produkte an, um eine angemessene Wundversorgung zu gewährleisten:

1. Wunde reinigen mit Wundspray

Das Hansaplast Wundspray ist ein einfach anzuwendendes Spray zur antiseptischen Reinigung durch mechanische Spülung kleinerer, akuter Wunden wie Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen (ersten und leichten zweiten Grades) und offenen Blasen. Es kann auch für chronische Wunden und die postoperative Wundversorgung nach Anweisung Ihres Arztes verwendet werden. Weiters hilft das Hansaplast Wundspray bei der Entfernung von Krusten oder verklumpten Verbänden.
wunde reinigen mit wundspray versorgung nach op

2. Wunde trocknen mit sterilen Kompressen

Trocknen Sie die Wunde sanft mit einer sterilen Kompresse. Die sterile Kompresse sollte idealerweise zu 100 % aus Baumwolle bestehen und sehr saugfähig sein.
wunde mit kompresse trocknen

3. Steriles Pflaster anbringen

Die sterilen Hansaplast Pflaster Sensitive XL/XXL/3XL/4XL und Aqua Protect XL/XXL schützen vor Infektionen und ermöglichen eine trockene Wundheilung. Die besonders hautfreundlichen, sterilen Pflaster Sensitive XL/XXL/3XL/4XL schützen vor Infektionen bei maximalem Komfort. Die Aqua Protect XL/XXL Sterilpflaster schützen mit ihrer transparenten, flexiblen Folie und starken Haftung vor Infektionen und ermöglichen eine trockene Wundheilung durch wasserdichten Schutz, optimal beim Duschen.
steriles pflaster auf wunde zur versorgung nach operation

Über die Verbände zur Wundversorgung

Beide Verbände 

  • sind steril, 
  • sind dermatologisch zugelassen*, 
  • haben stark absorbierende, nicht klebende Wundkissen, 
  • schützen vor Infektionen,
  • können für Schnitte, Abschürfungen und postoperative Wunden verwendet werden. 

*Hautverträglichkeit dermatologisch bestätigt 

Alternativ kann eine sterile Kompresse in Kombination mit einer unsterilen Fixierung verwendet werden, z. B. mit einem Fixierband, einer breiten Fixierung oder einem kohäsiven Verband – je nach Wundlage und individuellen Vorlieben. 
 
Der Verband sollte regelmäßig gewechselt werden, wie vom Arzt empfohlen. Dies gibt Ihnen auch die Möglichkeit, die Wunde zu beobachten, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

 
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Heilung unterstützen und Risiko der Narbenbildung verringern

Nach ca. 14 Tagen* ist die Wunde geschlossen und eine weitere Unterstützung der Wundheilung kann in Betracht gezogen werden.  
wunde bauch wundsalbe und narbenpflaster zur wundversorgung

Wundsalbe und Narbenpflaster

Eine Wundsalbe hält die frisch verheilte Haut und den umgebenden Bereich geschmeidig und versorgt sie mit Feuchtigkeit. 
Ein Narbenpflaster reduziert die Sichtbarkeit von erhabenen und roten Narben mit ersten sichtbaren Ergebnissen nach 3 bis 4 Wochen. Lesen Sie hier außerdem unseren eigenen Beitrag über Narbenpflege nach OPs.

Beide Produkte können verwendet werden, sobald die Wunde geschlossen ist und die Nähte entfernt wurden. 

*Individuell unterschiedlich, Entscheidung durch den behandelnden Arzt.
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Die Dos und Don’ts für angemessene Wundheilung

Dos 

  • Halten Sie Ihre Wunde mit trockenen, sterilen Verbänden geschützt.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Wunde unter der Dusche vollständig mit einem wasserdichten, sterilen Pflaster abgedeckt ist.
  • Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn die Wundheilung beeinträchtigt ist oder es Anzeichen für eine Infektion gibt (Anzeichen für eine Infektion: Rötung, Wärme, Schmerzen, Sekretion und Schwellung).

Don’ts

  • Tragen Sie KEINE enge Kleidung um die Wunde herum. 
  • Verwenden Sie KEINEN Alkohol, keine Chemikalien, Seifen oder Hausmittel in der Nähe der Wunde. 
  • Rauchen Sie nicht, da dies den Heilungsprozess beeinträchtigen kann.
 
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Im Zweifelsfall: Arzt aufsuchen zur postopertativen Wundversorgung

Suchen Sie immer einen Arzt auf, wenn die Wunde tief ist, stark blutet oder Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung oder Wärme zeigt. Bitte beachten Sie, dass die auf dieser Website gegebenen Tipps und Ratschläge zwar mit großer Sorgfalt zusammengestellt wurden, aber keinesfalls eine ärztliche Beratung und Behandlung ersetzen. Wenn Sie ein gesundheitliches Problem haben oder eines vermuten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und den ärztlichen Rat befolgen, unabhängig davon, was Sie auf dieser Website erfahren haben. Lesen Sie immer sorgfältig die Gebrauchsanweisung oder die Beipackzettel unserer Produkte und befolgen Sie diese. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail unter Hansaplast@Beiersdorf.com.
 
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