Kleine Pflaster gegen große Tränen!
Über Prinzessinnen, Laserschwerter und kleine Missgeschicke im Klassenzimmer & zuhause.
7 Uhr: Ich bin aufgeregt und ein wenig nervös. Mein erster Schultag ist da. Mama hilft mir noch schnell, meine neue Schultasche zu packen. Ich bekomme sie kaum noch zu. Bunte Stifte ragen aus dem Federpennal, leere Hefte füllen die Innenräume meines neuen Star-Wars-Rucksacks und das Vollkornweckerl mit Schinken raschelt im Jausenpapier. Hoffentlich habe ich nichts vergessen?

„Ein Jedi kennt keinen Schmerz!“

Leider werden meine Befürchtungen einige Tage später wahr. Am dritten Schultag fehlt etwas. Es passiert in der ersten Werkstunde. Wir sollen ein Schiffchen aus buntem Papier und Karton basteln. Und dann geht es ganz schnell: Gerade als ich das Segel falten will, schneide ich mich mit dem Papier in meinen Finger. Autsch, die Wunde brennt ganz schön! Und ein Pflaster hab ich nicht dabei.
Da kommt aber auch schon meine Lehrerin angesaust und leistet Erste-Hilfe. Zuerst wird die Wunde abgespült und gesäubert. Nach dem vorsichtigen Trockentupfen wird der Schnitt mit einem Pflaster verklebt. Was seh‘ ich da? Das Pflaster von meiner Lehrerin sieht total cool aus! Den kenn’ ich doch! Es ist Yoda aus „Star Wars“. Den Film habe ich erst letzte Woche auf der Geburtstagsparty meines besten Freundes Max gesehen. Wow! Meine Schulkollegen begutachten neidisch mein neues Pflaster und wollen auch eines. Jetzt bin ich der lässigste Bub im Klassenzimmer! Wer wollte denn nicht schon mal die Macht spüren? Schnell ist die Wunde vergessen!

Liebe Lehrer, liebe Eltern – das sollten Sie über Pflaster für Kinder wissen:

Kinderpflaster:
Die psychologische Erste-Hilfe

Eine aufgekratzte Wunde am Arm, ein schmerzhafter Schnitt am Finger oder ein aufgeschürftes Knie – Beim Toben mit Familie und Freunden kommt es schnell mal zu kleineren Verletzungen und großen Tränen. Jetzt sind Kinderpflaster gefragt, damit physische und seelische Wunden heilen! Auf den ersten Blick scheint die Kritik, es gäbe keinen Unterschied in der Wirkung von normalen Pflastern und speziellen Pflastern für Kinder, durchaus berechtigt.
Aber der Schein trügt: Einerseits sind die Kinderpflaster an die Bedürfnisse unserer kleinen Patienten angepasst, damit sie besser und länger auf der Wunde halten und so die Wundheilung fördern können, andererseits können die Kindermotive die Kleinen ablenken, und so den Schmerz zumindest vorübergehend mindern. Denn das gilt schließlich auch für uns: Wer denkt schon an ein paar Schmerzen, wenn man sich an die größten Kindheitsidole erinnert?