IN DIE BERG
BIN I GERN…
Wie Wintersportler sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.
Wenn die ersten Flocken fallen und die Skiasse im Fernsehen die Pisten hinunterflitzen, kommt sie automatisch: die Lust auf Wintersport. Doch der Spaß im Schnee kann auch so manchen Unfall mit sich bringen. Welche die häufigsten Verletzungen sind, was bei einem Sturz zu tun ist und wie Sie unfallfrei durch den Winter kommen, erfahren Sie hier.

Die häufigsten Wintersportverletzungen

Das Knie ist beim Wintersport das Unfallopfer Nummer 1. Besonders beim Skifahren passieren sehr häufig Verletzungen im Kniebereich. An zweiter und dritter Stelle folgen Schulter und Hand bzw. Handgelenk. Besonders bei Snowboardern ist die Verletzungsanfälligkeit der oberen Extremitäten größer. Rodeln wird mehr als „gesellschaftliches Ereignis“ angesehen und oft in einer großen Gruppe ausgeübt. Meist kommt es bei Unfällen zu Kollisionen mit Gegenständen, wie Bäumen oder Pistenbegrenzungen. Beinahe die Hälfte der verunfallten Rodler erleidet schwere Verletzungen bei diesen Zusammenstößen. Langlaufen ist hingegen eine eher sichere Wintersportart. Wenn mal etwas passiert, dann am ehesten im Hand- und Schulterbereich.
Skilanglauf
Was tun, wenn’s passiert ist?

Sollten Sie einmal stürzen und sich verletzen, haben wir ein paar Tipps zur
ersten Hilfe bei Sportverletzungen. Bei Rötungen und Schwellungen sollte die entsprechende Stelle gekühlt werden, egal ob mit Kühlpack oder Kühlspray. Beachten Sie die Stelle nicht länger als 15-20 Minuten pro Anwendung zu kühlen, sonst kann es zu Erfrierungen kommen. Bei Muskelverspannungen und Muskelschmerzen empfiehlt sich eine Therapie mit Wärme. Selbsthaftende Pflaster, wie die ABC-Wärmepflaster sind ideal um Schmerzen zu lindern und die Muskeln zu entspannen. Am besten lassen Sie ihre Verletzung vorsichtshalber vom Arzt untersuchen, um schwerwiegende Verletzungen auszuschließen. Um von vornherein das Risiko für eine Verletzung beim Wintersport zu senken, beachten Sie am besten folgende Tipps.
Verletzungen
Wer vorbeugt, ist sicherer unterwegs.

Hier unsere Top-Tipps, wie Sie Unfälle und Verletzungen vermeiden können:

  • Viele Schifahrer und Snowboarder setzen auf das Tragen von Schutzkleidung, wie Helm und Rückenprotektoren. Eine Investition in diese ist bestimmt kein Fehler, denn so können gröbere Verletzungen verhindert werden.

  • Die Ausrüstung sollte regelmäßig gewartet und erneuert werden. Mit stark abgenütztem Material haben Sie besonders auf eisigen und harten Pisten weniger Halt.

  • Ein leicht umzusetzender Tipp: Pausen machen. Kurz vor Mittag oder zwischen 15:00 und 16:30 Uhr passieren auf den Pisten die meisten Unfälle.

  • Wer auch außerhalb der Wintersportsaison trainiert, hat bessere Kondition.
    Je fitter Sie sind, umso eher können Sie Sportverletzungen vermeiden.

  • Aufwärmen ist ein wichtiger Punkt vor der Pistenabfahrt – auch wenn die Übungen den einen oder anderen Zuseher womöglich erheitern. Bei vielen Bergstationen gibt es Infotafeln mit Anleitungen zum richtigen Warm-Up.

  • Wer bereits eine Vorerkrankung hat, kann diesen Bereich durch Tragen von Bandagen besonders schützen. So wird weiteren Verletzungen vorgebeugt und der beanspruchte Bereich bekommt zusätzlichen Halt.

  • Gute Sicht schützt! Auch die richtige Brille kann Unfälle vermeiden. Bei nebeligem und düsterem Wetter sollten Sie auf Brillen mit gelb bis orange getönten Gläsern setzen. Bei starker Sonneneinstrahlung sind braune Gläser mit UV-Schutz zu empfehlen. So behalten Sie den Überblick auf der Piste.

  • Vorsichtig fahren sollte selbstverständlich sein. Auch die Pistenregeln sollten beachtet werden. Doch selbst wer sich fehlerfrei verhält, ist nicht vor Unfällen sicher. Daher am besten auch auf die anderen Fahrteilnehmer achten.

  • Après-Ski gehört für viele zum Schifahren wie das Amen im Gebet. Es empfiehlt sich erst im Tal damit zu beginnen, da Alkohol die Koordination beeinträchtigt und es so leichter zu Stürzen kommen kann. Wer doch schon gerne am Berg feiert, fährt besser mit der Gondel zurück ins Tal.
Skifahren