Nordic Walking mit Stöcken
Nordic Walking – Fit mit zwei Stöcken
Nordic Walking zählt zu den sanftesten und gleichzeitig gesündesten Ausdauersportarten die es gibt. Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Walken beachten sollen.

Mittlerweile zählt das Nordic Walking auch in Österreich zu den beliebtesten Trendsportarten, und das aus gutem Grund. Denn durch das flotte Gehen mit zwei Walking Stöcken in der Hand, wird das Herz-Kreislaufsystem wie bei kaum einer anderen Sportart angeregt. Außerdem werden beim Walken Arm-, Schulter-, und Rückenmuskulatur schonend aber effektiv gekräftigt. Vorausgesetzt man macht es richtig.

Wir erklären Ihnen, wie das geht.

Für wen ist Nordic Walking geeignet?

Da das Walken eine besonders schonende Bewegungsform ist, ist es ideal für weniger sportliche Personen geeignet, für Sportanfänger oder für Personen mit leichten, gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Problemen mit den Knien.

Im Gegensatz zu anderen Ausdauersportarten wie zum Beispiel dem Laufen, lässt sich beim Walken die Belastung besser steuern, wodurch sich die Gefahr von Überbelastungen bestimmter Gelenke, Sehnen oder Muskelgruppen deutlich verringert.

Gruppe von Nordic Walkern im Wald

Die richtige Haltung: So geht‘s

Beim Nordic Walking ist die aufrechte Haltung sehr wichtig, jedoch sollte diese keinesfalls stocksteif sein.

Am besten, Sie lassen die Schultern locker hängen, heben den Brustkorb leicht an und achten darauf, dass Ihr Bauch leicht angespannt ist.

Ihre Ober- und Unterarme sollten immer bewusst mit der Bewegung mitschwingen. Denn die besten Trainingseffekte erzielen Sie nur bei korrekter Ausführung des Walkens.

Die richtige Haltung beim Nordic Walking

Die richtige Technik beim Nordic Walking

Das Walken mit zwei Stöcken ist eine technisch etwas anspruchsvollere, jedoch leicht erlernbare Sportart.

Der richtige Bewegungsablauf von Nordic Walking ähnelt dem Bewegungsablauf beim Skilanglauf. Die Bewegungsführung ist beim Walken also immer diagonal. Das bedeutet: die Schultern sind locker, die Füße zeigen nach vorne, der Oberkörper und die Hüfte bewegen sind in einer fließenden Bewegung.

Wenn Sie das linke Bein nach vorne setzen, bewegt sich gleichzeitig Ihr rechter Arm mit dem Stock vorwärts. Dasselbe gilt umgekehrt, wenn das rechte Bein sich nach vorne setzt, bewegt sich Ihr linker Arm parallel vorwärts.

Dieser Bewegungsablauf scheint anfangs etwas ungewohnt, aber mit etwas Übung haben Sie den Dreh sicher schnell raus.

In diesem YouTube Video können Sie sich ansehen, wie die Technik richtig umgesetzt wird.



Die häufigsten Fehler beim Nordic Walking

  1. Passgang statt Diagonalgang

    Als Passgang bezeichnet man den Gang bei dem sich rechtes Bein und rechter Arm gleichzeitig bewegen. Korrekterweise sollte der Bewegungsablauf genau umgekehrt, also diagonal verlaufen.
  2. Haltungsfehler

    Ein runder Rücken oder ein Hohlkreuz kann bestehende Rückenbeschwerden verstärken und nicht wie gewollt verringern. Auch eine zu verkrampfte Haltung, angezogene Schultern oder ein extrem steifer Oberkörper schmälern die positiven Auswirkungen des Nordic Walkings auf Ihre Gesundheit.
  3. Falsche Stöcke

    Die richtigen und passenden Nordic Walking Stöcke sind das Um und Auf bei dieser Sportart. Sind Ihre Nordic Walking Stöcke zu lang, kann es dadurch zu schmerzhaften Verspannungen in Schulter-, Nacken-, und Rückenmuskulatur kommen. Auch zu kurze Stöcke wirken sich ebenfalls nachteilig auf den Bewegungsapparat aus, da so leicht zu einer gebeugten Haltung tendiert wird. Die optimale Stocklänge lässt sich mit folgender Formel ganz einfach berechnen: Körpergröße (in cm) x 0,66. Lassen Sie sich aber dennch hierzu am besten in einem Sportfachgeschäft beraten.
  4. Zu langsame Schrittgeschwindigkeit

    Beim Walken ist es wichtig daran zu denken, dass Ihre Beine das Tempo bestimmen sollten und nicht Ihre Arme. Um eine ausreichende Belastung zu erzielen, sollten Sie darauf achten Ihre Schrittfrequenz beim Walken zu steigern, jedoch nicht Ihre Schrittlänge. Das bedeutet: viele, kleine Schritte zu setzen, um den optimalen Trainingseffekt zu erzielen.

Die richtige Ausrüstung beim Walken

Stabile Füße sind das Fundament des gesamten Körpers – das gilt auch beim Walken. Darum ist es wichtig, sich das passende Schuhwerk für diese Sportart zuzulegen. Beim Kauf von Walking-Schuhen sollten Sie darauf achten, dass diese eine gute Dämpfung besitzen, um schließlich ein möglichst gelenkschonendes Training zu erzielen.

Manche Schuhe benötigen einige Zeit, um optimal zu passen und können daher anfangs Druckstellen oder Blasen verursachen. Deshalb eignet sich besonders am Beginn Blasenpflaster zu verwenden, um Ihre Füße bestmöglich zu schützen.

Die richtige Ausrüstung für Nordic Walking
Ein großer Vorteil von Nordic Walking ist, dass es bei jeder Jahreszeit und unabhängig vom Wetter betrieben werden kann. Dabei ist eine funktionelle Sportkleidung von Vorteil, um Wind und Nässe bestmöglich abzuhalten.

Die optimale Dosis

Wer mit Nordic Walking wirklich fit werden möchte oder Gewicht verlieren möchte, sollte zwischen drei bis fünf Mal die Woche für jeweils rund 60 Minuten unterwegs sein. Personen, die in letzter Zeit wenig bis kaum Sport betrieben haben, sollten mit einem Trainingsumfang von ungefähr 20 Minuten beginnen.

Wählen Sie dabei ein Tempo, das die Belastung für Sie spürbar macht, aber Sie nicht überfordert, da sich sonst am nächsten Tag ein Muskelkater in Ihrem ganzen Körper bemerkbar machen wird.

Überstürzen Sie nichts und hören Sie auf Ihren Körper, um beim Walken den optimalen Trainingseffekt zu erzielen.

Der optimal Nordic Walking Trainingsumfang

Finden Sie Ihre nächste perfekte Nordic Walking Tour

Als abschließenden Tipp empfehlen wir Ihnen einen Blick auf bergfex.at zu machen, denn hier finden Sie verschiedene Routen für Ihre nächste Nordic Walking Tour.

Wie das geht? Ganz einfach: Geben Sie einfach die Region ein, in der Sie unterwegs sein möchten und Sie bekommen einige tolle Routen in ganz Österreich für Ihre nächste Tour vorgeschlagen.

Neben der Regionsauswahl können Sie Ihre Suche zusätzlich noch spezifizieren, indem Sie beispielsweise den Tourtyp auswählen oder angeben, wie lange Ihre Route sein soll.

Neue Routen bieten nicht nur ein abwechslungsreiches Training, sondern sind gleichzeitig auch ein Genuss für Seele und Geist.

Somit steht Ihrer nächsten Nordic Walking Tour nichts mehr im Wege. 😊