Füße auf Zehenspitzen
Schmerzen an der Fußsohle: das hilft!
Die meisten spüren es morgens nach dem Aufstehen – Schmerzen an der Fußsohle. Alles zu den Ursachen und der Behandlung erfahren Sie hier!
Schmerzende Fußsohlen und Fußballen, wer kennt das nicht? Ein quälender Schmerz bei jedem Schritt. Wir verraten Ihnen, welche Ursachen dahinterstecken und was Sie dagegen tun können.

Der beste Weg zu schmerzfreien Füßen

Unsere Füße sind ein komplexes Gefüge. Sie bestehen aus 26 Knochen33 Gelenken, mehr als 100 Muskeln und zahlreichen Bändern und Sehnen. Genauso komplex wie der Fuß selbst, ist auch die richtige Diagnose von Schmerzen. Das liegt daran, dass Fußschmerzen viele Ursachen haben. Angefangen von intensiver Belastung, über Verstauchung bis hin zu Hautkrankheiten und Entzündungen. Die Liste ist lang. 

Die richtige Diagnose

In den meisten Fällen gehen Fußschmerzen, die z.B.: durch Überlastung hervorgerufen wurden, bereits nach kurzer Zeit, von alleine wieder weg. Ist das nicht der Fall, dann empfiehlt es sich, einen Facharzt aufzusuchen. Gerade bei Schwellungen  und Entzündungen ist eine zeitnahe und richtige Diagnose, von äußerster Wichtigkeit.
Fußsohlenschmerzen werden wegmassiert
Vor der Behandlung von Fußschmerzen ist eine Diagnose erforderlich.

Vor Ihrer Behandlung ist es ratsam, alle relevanten Informationen zu den Schmerzen sowie Hinweise auf vergangene Krankheiten Ihrem Arzt mitzuteilen.
Je genauer die Angaben des Patienten, desto rascher die Diagnose.

Im Erstgespräch erfragt Ihr Arzt, seit wann die Fußschmerzen bestehen. Dauern die Schmerzen mehr als 3 Monate an, leiden Sie bereits an chronischen Fußschmerzen.

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Häufige Ursachen für Fußsohlenschmerzen

Die Fußsohlenschmerzen können abhängig von ihren Ursachen als flächiger, ziehender Schmerz auftreten. Auch ein schmerzhaftes Kribbeln kann die gesamte Fußsohle erfassen oder als punktueller Druckschmerz auftreten. Manche haben nur unter Belastung Schmerzen an den Fußsohlen, andere leiden auch in Ruhephasen. Der Ort, die Intensität und die Situation, in denen die Fußsohlenschmerzen auftreten, lassen bereits Rückschlüsse auf die Ursache der Beschwerden ziehen.

Fehlbelastung

Eine der häufigsten Ursachen für Fußschmerzen ist die Über- beziehungsweise Fehlbelastung der Füße. Diese kann zum einen durch falsche Schuhe oder durch eine starke und lang andauernde Belastung der Füße, wie zum Beispiel ein zu intensives Training oder langes Herumstehen, hervorgerufen werden.
Läuferin mit Fehlbelastung
Fehlbelastungen als Ursache für Fußschmerzen.

Überbelastung

Eine Überbelastung durch falsche oder zu enge Schuhe kann zu Druckstellen, an Fersen und Zehen, sowie zu Blasen und Hühneraugen  führen. In solchen Fällen reicht oftmals die Behandlung mittels Blasenplastern und Hühneraugenpflastern von Hansaplast. Auch ein transparenter Schutzpolster führt zur sofortigen Linderung von Druckschmerzen und Reibungen an Ferse und Zehen.

 
Läuferin mit zu engen Schuhen
Enge Schuhe verursachen Fersenschmerzen.

Fehlstellung der Füße

Durch Fehlstellungen der Füße und eine entsprechend ungünstigere Verteilung des Körpergewichts auf die einzelnen Bereiche der Fußsohle wird das Auftreten einer Plantarfasziitis begünstigt. Wenn bei Fussfehlstellungen nicht therapeutisch eingegriffen und die Ursache behandelt wird, kommt es meistens zu Schmerzen und Abnutzung in den Füssen und später in anderen Gelenken.
Fehlstellung der Füße
Eine Fehlstellung der Füße verursacht Plantarfasziitis.

Nervenbeeinträchtigungen

Eine weitere Ursache sind Beeinträchtigungen der Nerven. Dabei sind Abklemmungen der Nervenbahnen zwischen Fußsohle und Gehirn mögliche Auslöser. Die Nerven schicken ein Notsignal an das Gehirn, welches meist als schmerzhaftes Kribbeln oder Ziehen wahrgenommen wird. Begleitende Symptome wie Kreuzschmerzen oder ein Taubheitsgefühl in den Beinen liefern hier wichtige Hinweise, ob und wo möglicherweise ein Nerv eingeklemmt wird.
Nervenbahn als Auslöser für Fußschmerzen
Eingeklemmte Nervenbahnen verursachen Fußschmerzen.

Stoffwechselstörungen

Da Stoffwechselstörungen oft einen Einfluss auf die Versorgung der Nerven haben, sind chronische Stoffwechselerkrankungen nicht selten mit Beeinträchtigungen des Nervensystems verbunden. Diese unter dem Begriff Neuropathie beziehungsweise Polyneuropathie zusammengefassten Erkrankungen des peripheren Nervensystems verursachen unter Umständen Empfindungsstörungen, die sich als Schmerzen im Bereich der Fußsohle äußern.

Durchblutungsstörungen

Ein weiterer Auslöser der schmerzenden Fußsohlen ist eine zu geringe Durchblutung. Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit wird die Durchblutung meist nachhaltig beeinträchtigt. Diese Durchblutungsstörungen können zu einem schmerzhaften Kribbeln und Ziehen bis hin zu Taubheitsgefühlen an der Fußsohle führen.

Entzündliche Reaktionen

Eine übermäßige Belastung der Fußsohle kann zu einer Entzündung der Plantarfaszie führen. Diese Entzündung zeigt sich meist in einem Druckschmerz am Fersenbein, der bis in die Zehengrundgelenke ausstrahlen kann und dort Zehenschmerzen auslöst. In der Regel sind die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen und bei längerer Belastung am stärksten ausgeprägt.
Fußschmerzen beim Aufstehen am Morgen
Oft treten Fußschmerzen am Morgen auf.
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Krankheiten & Symptome

Wenn die Ferse schmerzt

Wenn Sie Schmerzen an Ihren Fersen empfinden, kann Plantarfasziitis (Plantare Fasciitis) die Ursache sein. Diese Reizung wird durch eine Beschädigung des zähen Bändergewebes, welches an der Fußsohle die Zehen mit der Ferse verbindet, verursacht. Eine Plantarfasziitis entsteht in der Regel, weil der Betroffene seine Fußsohle zu sehr belastet hat. Der Schmerz entwickelt sich langsam und ist morgens nach dem Aufstehen oder abends am stärksten.
Fußmassage bei Plantarfasziitis
Eine Plantarfasziitis entsteht durch Überbelastung.
Eine weitere Form des Fersenschmerzes ist die Sehnenscheidentzündung, welche sich durch Schmerz und Steifheit des Fersenballens bemerkbar macht. Wenn Sie an Fersenschmerzen leiden, schonen Sie Ihre Ferse, dehnen Sie diese regelmäßig und tragen Sie bequeme Schuhe, um den Schmerz zu lindern.

Fersensporn

Auch wenn sich die Erkrankung mit Fersenschmerzen bemerkbar macht: Plantarfasziitis darf nicht mit Fersensporn verwechselt werden. Fersensporn ist ein zusätzlicher, kleiner knöcherner Auswuchs an der Ferse und muss nicht zwingend Schmerzen verursachen. Er ist zwar mit der Plantarfasziitis assoziiert, nicht aber deren Ursache undmeist beschwerdefrei. Schmerzen an der hinteren Ferse, die meist auch in Richtung der Wade ausstrahlen, können auch ein Hinweis auf eine Schleimbeutelentzündung an der Achillessehne sein.
Fersensporn in Laufschuhen
Fersensporn ist nicht gleich Plantarfasziitis.

Schmerzen im Fußwurzel- und Mittelfußbereich

Weitere Symptome, die durch Überlastung der Füße auftreten können, sind Rötungen, Schwellungen und Schmerzen zwischen dem Fußwurzel- und Mittelfußbereich. Jegliche Aktivität, die starken Druck auf den Fußballen ausübt, wird Fußschmerzen verursachen. Dazu gehören Aktivitäten wie z.B. Laufen und Hüpfen, aber auch das Tragen von unpassenden Schuhen oder Übergewicht.
Fuß- und Mittelfußschmerzen beim Springschnurhüpfen
Bewegungen die Druck ausüben, verursachen Schmerzen.

Bei dieser Art von Beschwerden empfiehlt es sich, die Füße hochzulagern und sie zu entlasten, soweit es geht. Auch eine Wechseldusche kann zu einer verbesserten Durchblutung und einer Entspannung der Fußmuskulatur und der Gelenke führen.

Sollten die Schmerzen nach drei Tagen nicht weggehen, dann empfehlen wir einen Facharzt aufzusuchen. Dieser kann feststellen, um welche Art von Beschwerden es sich bei den Symptomen handelt und welche Behandlungsmethoden am besten geeignet sind. Bei Fehlstellungen oder einem Fersensporn helfen oftmals orthopädische Einlagen. Sind die Fußschmerzen jedoch anderer Natur, wie zum Beispiel Verletzungen aufgrund von Verstauchung oder Gelenksentzündung, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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So werden Ihre Füße schmerzfrei!

Die Behandlung von Fußschmerzen, ist immer von der zugrunde liegenden Ursache abhängig. In manchen Fällen ist es besser, den betroffenen Fuß vorübergehend zu schonen und in anderen ist es gut den Fuß leicht zu belasten. Im Idealfall informieren Sie sich im Vorfeld, bei seinem behandelnden Arzt, über die richtige Behandlungsmethode.

Behandlungsmethoden für Zuhause:

  1. Generell gilt: Bei Druckstellen und akuten Schmerzen aufgrund von Belastungen, kann eine Entlastung und Entspannung der Füße, in den meisten Fällen sehr wirksam sein.
  2. Auch eine Fehlbelastung der Füße, lässt sich durch ein gutes und vor allem passendes Schuhwerk oder wenn notwendig, orthopädische Einlagen vermeiden. Vor allem bei Sportlern, Köchen, Einzelhändlern und generell allen Personen, die tagsüber viel und lange Stehen müssen, ist ein passendes Schuhwerk wichtig.
  3. Regelmäßige Fußgymnastik kann ebenfalls zur Stärkung der Muskulatur und einer langfristigen Entlastung der Beine und Füße beitragen. Waden, Fußsohlen und Füße sollten ebenfalls regelmäßig sanft gedehnt werden.
  4. Zusätzlich können auch Fußbäder, Fußmassagen und Gewichtsreduktion die Fußschmerzen positiv beeinflussen.
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Therapie: So behandeln Sie Plantarfasziitis

Dehnübungen

In erster Linie kommen konservative Übungen,  wie Dehnen der Plantarfaszie und der Fußmuskulatur in Betracht. Stellen Sie den betroffenen Fuß dafür auf einen Igelball. Rollen Sie anschließend den Ball unter Druck mit der Fußsohle in der Längsrichtung auf und ab. Wenn Sie keinen Igelball zur Hand haben, können Sie sich mit beiden Füßen auf eine Treppe stellen, sodass Ihr Gewicht auf diesen liegt. Die Ferse lassen Sie einfach in der Luft schweben. Wird das Körpergewicht dann vollständig in Richtung Fersen verlagert, dehnt das gezielt die Plantarfaszie.

Aber Vorsicht: Nicht mit den Fersen wippen.

Fußsohlenüübungen bei Plantarfasziitis
Dehnübungen mit Igelball als Therapie.

Stoßwellentherapie

Eine andere Behandlungsmöglichkeit ist die Stoßwellentherapie. Dabei werden hochenergetische Schallwellen auf die schmerzende Stelle unterhalb des Fußes gerichtet. Das soll dazu führen, dass das Gewebe im besten Fall schneller heilt. Allerdings kann eine Stoßwellentherapie in einem akuten Stadium schmerzhaft sein.
Stoßwellentherapie an Ferse und Fußsohle
Mit Stoßwellentherapien heilt das Gewebe schneller.

Operation

Wenn die Schmerzen gar nicht aufhören, können Sie gemeinsam mit dem Arzt eine Operation in Erwägung ziehen. Dabei macht der Arzt einen kleinen Schnitt am Innenrand der Ferse. Ziel der OP ist es, den auf dem Gewebe lastenden Druck zu verringern. Vier Wochen danach muss der Fuß mit gezielten Übungen gekräftigt und gedehnt werden.
Operation einer Plantarfasziitis
Eine OP ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit.

Fußsohlenschmerzen vorbeugen

Nicht allen Fußschmerzen kann vorgebeugt werden. Da jedoch oftmals falsches und zu enges Schuhwerk Schmerzen in den Füßen verursacht, gilt es stets passende Schuhe zu wählen. Die Füße sollten nicht eingeengt werden und für Wanderungen sowie für den Sport ist Schuhwerk wichtig, das einen Schutz vor dem Umknicken bietet.
Wanderung mit richtigem Schuhwerk
Das richtige Schuhwerk hilft gegen Schmerzen.
Da unsere Füße vieles aushalten müssen, benötigen Sie eine besondere Pflege und Bewegung. Mit diesen 10 Übungen halten Sie Ihre Füße fit.
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